Schaltpult-Design

Das Schaltpult wurde in Handarbeit aus einem Original-6102-Schaltpult hergestellt, indem zunächst mit ein paar beherzten Schnitten die Original-Oberfläche entfernt und das gesamte Schaltpult entkernt wird. Aus 2mm-Polystyrol wird dann eine neue Platte mit einem scharfen Bastelmesser ausgeschnitten. Das Material ist so weich, dass das Schneiden sehr leicht fällt.

Dabei entfallen zunächst die vorderen Befestigungslöcher. Diese werden sorgfältig von der Originalplatte abgeschert und können dann mittels (viel) Plastikkleber auf der neuen Platte wieder befestigt werden. Die neue Platte wird gebohrt und ebenfalls mit Plastikkleber mittels einiger Haltestreifen an dem verbliebenen Rahmen befestigt.

Das Ergebnis sieht schon recht gut aus. Die Bedruckung des hinteren Streifens mit den Befestigungslöchern kann durch einen aufgeklebten Papierstreifen erfolgen, der mit dem Laserdrucker bedruckt wird. Dann erfolgt die Beschriftung der Frontplatte mit Rubbelbuchstaben. Und damit diese später nicht gleich wieder abgekratzt werden, wird eine matte Transparent-Folie aufgezogen. Die Löcher werden dann mit einem Skalpell sorgfältig ausgeschnitten – Vorsicht, diese Dinger sind sehr scharf!

Dann beginnt die Verdrahtungsorgie, die man am besten durch farbige Kabel unter Kontrolle bekommt.

Dabei geht es wesentlich um Verbindungen von der Messerleiste zur Signalplatine. Allerdings findet sich im Schaltpult auch noch ein bisher nicht erwähnter DIP-Schalter, über den Wandelemente ein- und ausgeschaltet werden können. Auch dieser muss angeschlossen werden. Er kann von unterhalb des Schaltpults erreicht werden.

Der Bildschirm wird durch ein ebenfalls aus Polystyrol-Plastik bestehendes „Bett“ festgehalten. Er besteht aus zwei Teilen – die Platine verschwindet auf der Unterseite des Schaltpult-Einsatzes und kann mit Schrauben fixiert werden. Der Bildschirm jedoch liegt nur in seinem „Bett“ und wird nicht weiter fixiert.

Zuletzt noch zwei Bilder des vollständigen Systems inklusive eines Testbilds. Mit Geduld und ruhiger Hand lässt sich aus den alten Schaltpults noch einiges zaubern.

Die einzelnen Komponenten benötigen unterschiedliche Betriebsspannungen und Strom in ausreichenden Mengen:

  • Schaltung: Betrieb mit 9V, die aus einem eingebauten Netzteil gewonnen werden. Dieses besteht aus einem 7809-Spannungsregler auf einem großen Kühlkörper und Siebkondensatoren. Es hängt damit direkt an der 12V-Spannungsversorgung.
  • Signalpult: Betrieb mit 9V durch das eingebaute Netzteil; intern werden daraus noch einmal 5V für den Mikrocontroller erzeugt.
  • TFT-Bildschirm: Betrieb mit 5-12V, 200mA – in meiner Umsetzung wird er von einem eigenen 7809-Spannungsregler versorgt, der an der +12V-Versorgungsspannung hängt. Er besitzt zwar einen eigenen, weitgehend verlustfrei arbeitenden DC-DC-Wandler, aber das 12V-Eingangssignal erschien mir zu ungesiebt, um es direkt auf den Controller des Bildschirms zu geben. Der Spannungsregler befindet sich zusammen mit dem 7809-Spannungsregler für die Schaltung auf demselben Kühlkörper.
  • Tuner: Betrieb mit 5V, bis zu 1A – dazu besitzt er einen eigenen 7805-Spannungsregler auf einem Kühlblech. Er kann auf diese Weise mit den 9V Betriebsspannung versorgt werden.

Das Schaltpult enthält außerdem im hinteren Teil noch zwei Lautsprecher, damit der Fernseher seinen Stereoton wiedergeben kann

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