Video-Endstufe

Die Video-Endstufe übernimmt zwei Aufgaben. Einerseits soll das Videosignal abhängig von der gewählten Quelle ausgewählt und aktiviert werden. Zum anderen soll das Signal entsprechend dem Videoeingang der Bildröhreneinheit aufbereitet werden.

Schaltplan BRE-Modul

Video-Endverstärker

Die Umschaltung des Videosignals geschieht in einem IC vom Typ TEA2014 (im Schaltbild zu sehen im linken oberen Bilddrittel). Dieser Chip bietet einen Eingang für TV- und einen Eingang für externe Signale. Zwischen beiden kann mit einer Steuerspannung umgeschaltet werden. Außer Koppelkondensatoren werden keine externen Bauteile benötigt.

Die Bildröhreneinheit des 6105 erwartet ein Negativ-Bild – bei geringen Pegeln wird das Signal hell, bei hohen hingegen dunkel. Um nun die FBAS- und RGB-Bilder des VGA-Signals anzeigen zu können, muss deren Signal einmal invertiert werden. Dies geschieht über einen Transistor, dessen Arbeitspunkt am Emitter auf knapp 1V eingestellt wird. Er liefert dann ein verzerrungsfreies Bild. Bei der EE2007-Bildröhre hingegen wird ein Positiv-Bild erwartet. Hier wurde eine Unterscheidung mittels eines Jumpers getroffen werden, die die Inverterstufe aktiviert oder umgeht.

Ursprünglich war dem Verstärker ein Kontrastregler nachgeschaltet – dieser Schaltungsteil entsprach dem der TV-Schaltung aus dem 6205-Baukasten. Nach den Erfahrungen mit dem ersten Prototypen ist dieser Schaltungsteil jedoch überflüssig und wurde in der endgültigen Version komplett weggelassen. Es findet sich jedoch ein Kontrastregler für VGA in direkter Nachbarschaft zur VGA-Eingangsbuchse. Es zeigte sich, dass die beiden Bildröhreneinheiten unterschiedlich mit dem VGA-Kontrast umgehen. Daher sollte dieser Regler bei angeschlossenem Computer so eingestellt werden, dass ein konstrastreiches Bild entsteht.

Das Austastsignal (gebildet durch den unmittelbar an den Videoausgang angeschlossenen Transistor in der oberen Mitte des Schaltbilds) wird in der Schaltung in die Videoendstufe eingespeist und unterdrückt so die sichtbaren Rückläufe. Dies geschieht bei der 6105-Bildröhreneinheit mangels eines echten Austasteingangs. Bei der EE2007-BRE kann der Austasteingang 8 benutzt werden; hierzu muss man auf der Platine den Jumper nahe dem Videoausgang entfernen und statt dessen den Austasteingang mit dem unteren Pin des Jumpers verbinden.

Es zeigte sich während der Tests auch, dass die Bildröhreneinheit empfindlich gegen schwächliche Batterien ist. Die folgenden beiden Bilder zeigen dieselbe Situation (VGA 800×600 Windows XP mit Testbild als Hintergrund) – einmal mit frischen Batterien und einmal mit solchen, die im Leerlauf nur noch 8,5V abgaben. Man sieht deutlich, dass Helligkeitsunterschiede sich hier in der vertikalen Linearität des Bildes niederschlagen.

IMG_5312 SVGA

Zurück zur Hauptseite

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*