Rohbauphase – Anordnung aller Bauelemente und Fräsarbeiten

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Das iMac-Gehäuse erreichte mich als erstes. Es machte einen weitgehend vollständigen Eindruck bis auf einen Riss am Displayrand, der offenbar beim Entfernen des Displays entstanden war. Dieser ließ sich mit etwas Klebstoff wieder zusammenfügen, bleibt allerdings sichtbar. Das Gehäuse enthielt noch ein paar Kabel, die aber größtenteils nicht verwendbar waren. Beispielsweise hatte das LVDS-Kabel zum Display nur 24 statt der erforderlichen 30 Anschlüsse.

Das Display

Als nächstes wurde das (glossy-)Display angeliefert. Beim ersten Untersuchen schaffte ich es, die Kaltkathodenröhre zu zerstören, weshalb ich gleich umrüstete auf LED-Beleuchtung. Im Gegensatz zu meinem ersten Projekt funktionierte das diesmal ohne spanende Arbeiten und ohne Fräser. Das Display passte perfekt an seinen neuen Platz, es wurde mit doppelseitigem Klebeband fixiert.

Dann widmete ich mich dem iMac-Gehäuse. Es besteht aus nur wenigen Komponenten: dem Bodenteller mit zwei eingesetzten Leisten für die verschiedenen Ausgänge, der Kuppel mit eingesetztem Rahmen für Festplatte und DVD-Laufwerk und dem Bildschirmträger. Alle Teile waren komplett ausgeräumt, auch der Lüfter war ausgebaut.

Das Board

Wenn man in Winkeln zu denken vermag, passt das Board auf Anhieb in den Bodenteller – es darf die vier Säulen, die Boden und Kuppel verbinden, natürlich nicht stören. Allerdings ließ es sich nicht ohne weiteres befestigen, aber letztlich fand ich ein freies Loch, in dem es mit einer Schraube fixiert werden konnte. Alle weiteren Verbindungen fixierte ich mit Abstandhaltern und doppelseitigem Klebeband.

 

Der Rahmen für Festplatte und DVD-Laufwerk

In seiner ursprünglichen Ausführung liegt der Aluminium-Rahmen für Festplatte und DVD-Laufwerk fast direkt auf der flachen Hauptplatine auf. Selbst das flache Intel-Board ist hierfür noch zu hoch. Ich hatte mich daher schweren Herzens schon entschieden, auf ein DVD-Laufwerk zu verzichten, als mir ein Slot-In-Laufwerk in die Hände fiel, das ich kürzlich aus einem Mac mini ausgebaut hatte.

Der iMac hat eine selbstschließende Tür, die vom ausfahrenden Laufwerksschlitten geöffnet wird. Sie ist zu schwergängig für eine DVD, die aus einem Slot-In-Laufwerk geschoben wird. Allerdings kann man ein paar Teile aubauen, die für den langsamen Verschlussmechanismus sorgen. Dann wird die Kraft nur noch durch zwei Federn aufgebracht, und gegen diese kann sich eine ausgeworfene DVD sehr wohl stemmen. Mir ist zwar immer etwas unwohl dabei, weil die Unterseite der DVD auf der Laufwerksklappe scheuert, aber es funktioniert ganz passabel.

Dennoch ragte der Rahmen zu weit nach unten auf die Hauptplatine. Es war daher erforderlich, die überschüssigen Teile mit einer Säge zu entfernen. Der neue Rahmen ist nun um ca. 2cm schmaler und lässt dem Board nach oben hin genug Raum.

Der Einbau der SSD ist unkompliziert, erfordert aber das Bohren eines neuen Lochs, wenn man es nicht riskieren möchte, die SSD mit nur einer Schraube zu befestigen. Der unten gezeigte Fräser leistet gute Dienste beim Entgraten des neuen Lochs.

Die neuen Antennen

Apple hat die Antennen für WLAN (und offenbar für Bluetooth) zwischen dem weißen Kuppelgehäuse aus Plastik und der Metallkuppel aus Metall versteckt. Deren Ersatz erfordert daher eine komplette Zerlegung der Kuppel. Allerdings muss man wegen des Displays ohnehin an die Kabeldurchführungen heran, und zudem sammelt sich zwischen den beiden Kuppelbauteilen im Laufe der Jahre eine Menge Schmutz. Nach einer eingehenden Reinigung sah der iMac viel heller aus.

Der Ersatz der Antennen ist dann kein Kunststück mehr. Die neuen Antennen wurden mit Klebstreifen befestigt und ihre Kabel am dafür vorgesehenen Platz durch das Gehäuse geführt.

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