Innenausbau – elektrische Verkabelung

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Ohne elektrische Verkabelung im Innern funktioniert das ganze Gerät natürlich nicht. Der Reiz des runden iMac liegt zudem darin, dass alle erreichbaren Schnittstellen am hinteren Teil in einem Halbrund angeordnet sind, was andererseits die übliche rechteckige Verdrahtung erschwert. Aber nachdem schon die Hauptplatine diagonal eingebaut werden musste, fand sich auch eine Lösung für dieses Problem.

Die Ausgangsleisten

Ein Ziel des Umbaus war die möglichst unversehrte Weiterverwendung des Gehäuses – alles sollte möglichst so bleiben, wie es auch im Original war. Nun sind die beiden Ausgangsleisten allerdings rund gestaltet – alles in allem schlechte Voraussetzungen für deren Wiederverwendung. Nach eingehender Betrachtung des Boards standen folgende Schnittstellen zur Verfügung:

  • USB – auf der Hinterseite des Boards standen 3 USB-Anschlüsse und auf der Platine selbst vier weitere zur Verfügung. Es sollten so viele wie möglich davon genutzt werden.
  • Audio out – denn ein Mikrofon ist im iMac bereits eingebaut
  • Stromversorgung – hier stand zunächst zur Diskussion, das Netzteil intern oder extern einzubauen. Nachdem klar war, dass der neue iMac lautlos betrieben werden sollte und damit ohnehin warm werden würde, war klar, dass das Netzteil nicht im Gehäuse sein würde.
  • VGA – ein Standard-VGA-Anschluss (also nicht die Mini-Variante des iMac, für die passende Buchsen ohnehin kaum aufzutreiben gewesen wären.
  • Netzwerk – ein typischer RJ45-Stecker
  • serielle und parallele Schnittstellen. Abgesehen davon, dass das Board in einer grauen Plastiktüte geliefert wurde, der keinerlei passende Adapter beilagen, braucht diese Schnittstellen sowieso kaum noch jemand. Ich schaltete sie im Board-BIOS ab.

Diese Schnittstellen sollten nun auf die beiden Ausgangsleisten verlegt werden. Es war schnell klar, dass dies auf sauberem Wege nur über selbst gebastelte Verlängerungen gehen würde:

  • USB: Hier wurden drei der vier internen Ports über Kabel und USB-Buchsen nach außen verlängert. Die Kabel stammten von alten USB-Slotblechausgängen von PCs.

  • Audio: Da der interne Adapter mit einem Klinkensteckerausgang arbeitete, wurde eine Kombination aus abgewinkeltem Klinkenstecker und 3,5mm-Einsteckbuchse hergestellt.
  • Netzwerk: Hierzu wurde ein Netzwerk-Flachbandkabel abgeschnitten und mit einer RJ45-Einbaubuchse verlötet.
  • VGA: Es war erforderlich, eine 5cm lange VGA-Verlängerung aus 15 Drähten und Schrumpfschlauch zu bauen. Stecker und Buchse sind im Elektronikhandel erhältlich.
  • Stromversorgung: Das ganze Gerät wird durch ein 12V/6A-Netzteil (aus China/ebay) versorgt, das seinen Strom an einem typischen Innen-Außen-Stecker abliefert. Passende Schraubbuchsen dafür gibts im Elektronikhandel, und das interne Anschlusskabel wurde von einem alten Netzteil abgeschnitten (separate, 4-polige 12-Volt-Verbindung).

  • Ein-Aus-Taster: von diesem Taster war nur noch die Mechanik vorhanden. Daher wurde dahinter ein Taster montiert und mit einer Menge doppelseitigen Klebebands so fixiert, dass der Taster sicher von außen betätigt werden kann. Das doppelseitige Klebeband erlaubt einfachere Konstruktionen als Metall und daraus gebogene Winkel.

  • Hinzu kam ein Reset-Taster, der auf einer kleinen Platine aufgelötet wurde und in dem Loch für die Mini-VGA-Buchse eingebaut wurde. Sehr praktisch besonders während der Konfigurationsphase der Software.

Die erstellten Verlängerungen wurden – soweit möglich – an den Ausgangsleisten fixiert und die Befestigungen gegebenenfalls mit Klebstoff verstärkt. Die Leisten selbst wurden dann mit PVC-Kleber (UHU hart) im Bodenteller fixiert. Die VGA-Buchse erforderte eine besondere Behandlung – hier musste zur Absicherung ein schräg gebogener Winkel angebracht werden, der verhindert, dass die Buchse im Inneren des Gehäuses verschwindet.

Der Audio-Anschluss

Während alle anderen Anschlüsse direkt mit der Hauptplatine verbunden sind, wurde für den Audio-Ausgang eine USB-Lösung gewählt, die selbst noch mit der Hauptplatine verbunden werden muss. Hierzu habe ich wiederum auf die internen USB-Anschlüsse zurückgegriffen – einer war noch frei. Das zugehörige Adapterkabel ist im folgenden abgebildet.

Der gezeigte Audio-Adapter erwies sich als Fehlinvestition. Die Lautstärkeregelung funktionierte ebenso wenig wie der Mikrofoneingang; der Klirrfaktor lag jenseits von gut und böse. Ich hätte vor der Bestellung die Rezensionen auf amazon.de lesen sollen. Ich beschaffte daher einen neuen USB-Stick (Soundblaster Play), der einige Euro teurer war, aber alle Anforderungen vollständig erfüllte. Sogar das iMac-interne Mikrofon war wieder betriebsbereit; es wurde über einen abgeschnittenen Winkel-Klinkenstecker mit dem USB-Stick verbunden.

Weiter geht’s hier mit der Installation der Software.

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