Installation der Software

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Diesen Teil des Aufbaus werde ich nur kurz behandeln. Es stehen drei Betriebssysteme zur Auswahl:

  • Windows 7 – alle Treiber liegen bereits auf der dem Board beigefügten CD.
  • Ubuntu – alles im Netz verfügbar
  • Mac OS X

Letzeres läuft auf Atom-CPUs nur mit einigen Anpassungen und ist zudem etwas zickig. Für die Installation sogenannter Hackintoshs gibt es im Netz genügend Anleitungen, ich habe eine davon verwendet. Man benötigt neben einem angepassten Kernel einige weitere Kernelerweiterungen (etwa das, was unter Windows die Gerätetreiber sind) für Netzwerk, Stromsparmodus, Standby (Sleep) und Display.

Das Intel-Board besitzt eine interne Grafik vom Typ GMA950. Diese ist schon in die Jahre gekommen und liefert nur im Office-2D-Bereich ausreichende Leistung – aber mehr hatte ich auch nicht im Sinn. Allerdings unterstützt der Mac-OS-Treiber die spezielle Version der Grafik, die sich auf dem Board befindet (Product ID 0x27ae), nicht von Hause aus. Es kostete mich einige Stunden und mehrere Neuinstallation, bis ich begriff, dass ich auf diese Weise niemals zum Erfolg kommen würde.

Es ist unbedingt erforderlich, das Betriebssystem zunächst auf mindestens die Version 10.6.2 zu aktualisieren, denn Apple hat ab dieser Version neue Treiber für die GMA950 spendiert. Im Internet findet man dann für dieses und jedes weitere Betriebssystemupdate passende, angepasste Treiber, die auch mit der Stromsparversion der GMA950 umgehen können. Ohne diese ist die Grafik kreuzlahm und zudem auf 1024×768 Pixel festgelegt.

Ich entschied mich für 10.6.3, weil ich mit dieser Version bereits ein sehr ähnliches System installiert hatte, das Standby-fähig war und die Grafik korrekt ansteuerte. Ohnehin ist man mit den Atom-CPUs vom normalen Apple-Updatepfad abgeschnitten, weil immer auch ein spezieller Kernel installiert werden muss. Gleiches gilt für die Standby-Funktion.

Das System erkannte manchmal beim Starten und Aufwachen den VGA-Ausgang nicht, aber das Display sollte später ja auch gar nicht an der VGA-Buchse angeschlossen werden. Ansonsten funktionierten Sound, Grafik, Netzwerk (LAN und WLAN) und USB so wie erwartet und geplant.

Der Standby-Betrieb war ebenfalls einsatzbereit. Dafür ist das Zusammenwirken vieler Komponenten erforderlich – meistens bekommt man Standby erst nach einer Weile des Herumexperimentierens hin. Hardware- und Softwareupdates verbieten sich danach meistens, ebenso Änderungen im BIOS des Rechners.

Überraschend bei der ganzen Sache ist die vollständige Lautlosigkeit des Systems. Würde nicht eine Power-LED zu leuchten beginnen, würde man überhaupt nicht merken, dass hier ein Computer seine Arbeit aufgenommen hat.

Das Board selbst bot eine zusätzliche Möglichkeit, den Computer noch ein wenig zu tunen. Mittels des Intel Integrator Toolkit konnte man das Startlogo des BIOS festlegen. Statt des klassischen Intel-Logos nahm ich nun ein weißes Bitmap, das in der Mitte einen iMac G4 17″ zeigt. Dazu war es erforderlich, Windows 7 PE auf einem USB-Stick zu installieren und von dort die Installation zu starten.

Der Bootvorgang, bei dem das Apple-Logo mit einem rotierenden Kreis zu sehen ist, ließ sich durch die Installation eines „Themes“ ebenfalls weitgehend dem Original angleichen.

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