{"id":665,"date":"2011-06-13T12:06:43","date_gmt":"2011-06-13T10:06:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennecke.org\/?page_id=665"},"modified":"2011-11-17T15:58:34","modified_gmt":"2011-11-17T13:58:34","slug":"imac-g4-mit-led-beleuchtung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.brennecke.org\/?page_id=665","title":{"rendered":"iMac G4 mit LED-Beleuchtung"},"content":{"rendered":"<h1>LED-Hintergrundbeleuchtung im iMac G4<\/h1>\n<h2>Wie es begann<\/h2>\n<p>Nach wie vor ben\u00f6tige ich kein iPad. Mein Wohnzimmersurfger\u00e4t ist ein  zehn Jahre alter iMac G4, gerne auch als &#8222;Tischlampe&#8220; bezeichnet. Seit  einigen Monaten hatte er aber so seine Macken. Nach dem  Wiedereinschalten blieb der Bildschirm oft dunkel, und erst h\u00e4ufiges  Aus- und Wiedereinschalten brachte das Bild zur\u00fcck. Es war recht schnell  klar, dass es sich um einen Peripheriefehler handeln musste, denn der  Rechner arbeitete korrekt und fehlerfrei. Also begab ich mich auf die  Suche nach der Ursache.<\/p>\n<p>Bis vor kurzem wurden alle TFT-Bildschirme mit kleinen  Leuchtstoffr\u00f6hren (Kaltkathodenr\u00f6hren &#8211; CCFL) betrieben, die \u00fcber einen  Hochspannungsgenerator (Inverter) angetrieben werden. Dieser Generator  steuert in TFT-Bildschirmen zus\u00e4tzlich noch die Helligkeit; er sorgt  auch daf\u00fcr, dass das Display schwarz wird, wenn kein Bildinhalt zu sehen  ist. In Macs ist zus\u00e4tzlich noch eine Einheit namens &#8222;Power Management  Unit&#8220; f\u00fcr die Steuerung des Bildschirms verantwortlich, dabei geht es um  die M\u00f6glichkeit, den Bildschirm nach einer Weile zu verdunkeln, ohne  den Rechner abzuschalten. Diese wird w\u00e4hrend der Ausschaltphasen durch  eine Lithiumbatterie gepuffert.<\/p>\n<ul>\n<li>Die CCFLs altern genau wie die klassischen Leuchtstoffr\u00f6hren und  werden lichtschw\u00e4cher. Irgendwann springen sie nicht mehr an. Allerdings  hat der iMac zwei dieser R\u00f6hren, und es schien \u00e4u\u00dferst  unwahrscheinlich, dass beide immer exakt zur gleichen Zeit ausfallen.  Daher habe ich die CCFLs nicht weiter untersucht.<\/li>\n<li>Meine n\u00e4chster Anlaufpunkt war die Lithiumbatterie der PMU, die  inzwischen zehn Jahre alt war. Der Tausch war sicher notwendig,  allerdings brachte er nicht das erwartete Ergebnis, sondern genau  genommen gar keines. Ich lernte in diesem Zusammenhang, dass die  G4-iMacs einen &#8222;Reset&#8220;-Knopf besitzen, den man erreicht, wenn man die  Bodenplatte abschraubt.<\/li>\n<li>Zuletzt habe ich das Inverterboard gegen ein g\u00fcnstig auf ebay  ersteigertes getauscht. Aber auch hier stellte sich der erwartete Erfolg  nicht ein. Das Verhalten blieb wie vorher; nach mehrfachem Einschalten  konnte man irgendwann auch mit einem Bild rechnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kurz &#8211; die eigentliche Ursache des Problems konnte nicht identifiziert werden, also musste eine neue Idee her.<\/p>\n<p>(Update: Letztlich ist doch die Hintergrundbeleuchtung schuld gewesen. Der Inverter ist so clever und schaltet bei einer defekten R\u00f6hre die zweite gleich mit aus. So gesehen war der hier dargestellte Tausch gegen LEDs die richtige Entscheidung.)<\/p>\n<h2>Die Idee<\/h2>\n<p>Seit einigen Jahren werden vermehrt leuchtstarke LEDs als  Hintergrundbeleuchtung f\u00fcr TFT-Bildschirme eingesetzt. Diese haben viele  Vorteile: sie bleiben kalt, brauchen weniger Strom, geben ihr Licht  gerichtet ab, bieten (bei richtiger Auswahl) einen h\u00f6heren Farbraum, und  sie geben ihre volle Helligkeit bereits beim Einschalten ab. In naher  Zukunft werden CCFLs daher vom Markt verschwinden. Inzwischen sind auch  wei\u00dfe LEDs zu erschwinglichen Preisen erh\u00e4ltlich, flexible B\u00e4nder mit  bereits fertig aufgel\u00f6teten LEDs sind bei ebay f\u00fcr 20 Euro f\u00fcr f\u00fcnf  Meter erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1940.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1940\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1940-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem ich ein solches LED-Band einmal an anderer Stelle eingesetzt  hatte und wusste, wie hell diese Leuchdioden heute sein k\u00f6nnen, empfand  ich die Idee, dem iMac eine komplett neue Beleuchtung zu verpassen,  nicht mehr als Unm\u00f6glichkeit. Es vergingen noch einige Wochen, in denen  ich das Internet nach Vorg\u00e4ngern durchsuchte &#8211; bei sieben Milliarden  Menschen sind auch ungew\u00f6hnliche Vorhaben selten einmalig. Tats\u00e4chlich  gab es zwei handwerklich grobe Vorschl\u00e4ge, allerdings hatte sich bisher  niemand daran gewagt, ein bestehendes Display so zu modifizieren, dass  es nachher noch genauso unbesch\u00e4digt aussah wie vorher. Diese Erkenntnis  lie\u00df den Bastler einige Tage an der Idee zweifeln, aber letztlich  obsiegte der \u00c4rger \u00fcber weitere zehn erfolglose Einschaltvorg\u00e4nge.<\/p>\n<h2>Die Umsetzung<\/h2>\n<p>Apple-Computer sind augenscheinlich mit viel Liebe entworfen. Sie  sind zudem mit Spezialschrauben gesichert und werden leider an vielen  Stellen mit Klebstoff zusammengehalten. Aber der Reihe nach, beginnen  wir mit dem Ausbau.<\/p>\n<h3>Der Ausbau des Displays<\/h3>\n<p>Beim Ausbau geht man &#8211; nachdem der Mac vollst\u00e4ndig vom Netz getrennt ist &#8211; wie folgt vor:<\/p>\n<ul>\n<li>L\u00f6sen der Schrauben, die sich rund um das Display hinter dem Rahmen  versammeln. Sie sind allesamt vom Typ Torx, zwei davon (links und rechts  in der Mitte) haben ein anderes Gewinde.<\/li>\n<li>Nach dem L\u00f6sen der Schrauben f\u00e4llt das Display leicht nach vorne  heraus. Vorsicht: es wird nur durch die Kabel gehalten. Man l\u00f6se  zun\u00e4chst die d\u00fcnnen Kabel f\u00fcr Mikrofon und Schlaf-Leuchtdiode am unteren  Rand, dann die beiden wei\u00df-rosa-farbenen Kabel, die von der  Displaybeleuchtung oben und unten zum Inverter f\u00fchren. Das Kabel zum  Display bleibt zun\u00e4chst angeschlossen.<\/li>\n<li>Danach entfernt man vorsichtig die schwarze Plastikverkleidung,  hinter der das Displaykabel im Display verschwindet. Dabei kommt ein  Stecker zum Vorschein, an dem das Kabel vom Display vorsichtig getrennt  werden kann. Zuletzt l\u00f6st man noch die Ferritklammer. Auch hier ist  wieder Vorsicht angesagt: meine Klammer ist beim L\u00f6sen zerbrochen. Das  ist allerdings nicht sonderlich kritisch, man kann sie einfach wieder  ankleben.<\/li>\n<li>Nun werden die vier Schrauben gel\u00f6st, mit denen das Display im  Rahmen befestigt ist. Auch hier ist wieder ein (gr\u00f6\u00dferer)  Torx-Schraubendreher n\u00f6tig.<\/li>\n<li>Bitte nicht weiter suchen: der Rahmen sitzt nach wie vor bombenfest,  und es sind keine weiteren Schrauben vorhanden. Denn jetzt kommt der  unangenehme Teil: Das Display ist in den wei\u00dfen Rahmen eingeklebt. Man  kann es vorsichtig herausl\u00f6sen, indem man an einer der vier  Halteklammern einen gr\u00f6\u00dferen Schraubendreher unterhakt. Das ist nichts  f\u00fcr Grobmotoriker, der Rahmen ist leider nicht sehr stabil. Es dauert  ein paar Minuten, aber dann sollte der Rahmen getrennt vom Display sein.  Im Rahmen verbleiben dabei die Schlaf-LED und das Mikrofon sowie die  zugeh\u00f6rigen Kabel.<\/li>\n<li>Zuletzt wird noch der Inverter ausgebaut (roter Kreis im Bild  links). Er ist gesch\u00fctzt durch eine Metallrahmen. Das ausgebaute Board  kann man im im selben Bild unten links erkennen. Es wird sp\u00e4ter noch  ben\u00f6tigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1935.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1935\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1935-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1938.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1938\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1938-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Zerlegen des Displays<\/h3>\n<p>Nachdem man das Display einmal gel\u00f6st hat, kann &#8211; und muss &#8211; man es  weiter auseinander nehmen. Leider kommt man an die CCFL erst heran, wenn  das Display komplett zerlegt ist.<\/p>\n<ul>\n<li>Zun\u00e4chst werden die vier Halteklammern an den Seiten entfernt. Sie   sind nicht identisch, daher bitte merken, welche wo hin geh\u00f6rt.<\/li>\n<li>Als n\u00e4chstes wird der Metallrahmen entfernt, der das Display  sch\u00fctzt. Er ist einerseits eingerastet; dazu sind ein paar d\u00fcnne  Metallhaken umzubiegen. Er ist geschraubt &#8211; dazu sind drei kleine  Schr\u00e4ubchen in unmittelbarer N\u00e4he der Aussparungen f\u00fcr die Halteklammern  zu l\u00f6sen. Er ist teilweise aber auch geklebt. Daher wiederum Vorsicht  walten lassen und den Rahmen m\u00f6glichst nicht verbiegen. Nun hat man das  Display ohne sch\u00fctzenden Rahmen vor sich.<\/li>\n<li>Die schwarze Folie auf der Hintergrundseite l\u00e4sst sich vollst\u00e4ndig  abziehen. Dass dabei m\u00f6glicherweise die silbernen Kanten zerst\u00f6rt  werden, stellt sp\u00e4ter kein Problem dar.<\/li>\n<li>Eine silberne Folie versteckt eine Platine mit Steuerelementen f\u00fcr  das TFT. Auch diese Folie wird m\u00f6glichst unbesch\u00e4digt entfernt &#8211; v\u00f6llig  zerst\u00f6rungsfrei bekommt man sie nicht ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2008.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_2008\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2008-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_2005\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2005-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p>\n<ul>\n<li>Zwei schwarze Schr\u00e4ubchen (diesmal Kreuz) halten die Platine am  Rahmen.  Sie m\u00fcssen entfernt werden. Vorsicht: Nach dem Entfernen bewegt  sich die  Platine gerne frei im Raum, das ist allerdings den  angeschlossenen  Flachbandkabeln nicht bek\u00f6mmlich.<\/li>\n<li>Das eigentliche TFT-Glasdisplay kann nun abgenommen und an einen  m\u00f6glichst staubfreien Platz gelegt werden. Die matte Seite ist die  Front, die sp\u00e4ter nach au\u00dfen zeigt. Sie ist unempfindlicher.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1994.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1994\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1994-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/> <\/a><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1936.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1936\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1936-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Zuletzt wird noch die Kombination aus verschiedenen Plastikfolien   und Scheiben entfernt, die allesamt dazu dienen, das Licht der CCFLs   m\u00f6glichst einheitlich auf die gesamte Displayfl\u00e4che zu verteilen. Auch   hier muss staubfrei gearbeitet werden, weil man jedes Korn ansonsten   sp\u00e4ter auf dem Bildschirm sieht. Dazu werden die vier schwarzen   Haltekleber mit einem Schraubenzieher gel\u00f6st. Die Folien lassen sich   dann gemeinsam anheben und mit der Plexiglasplatte entfernen.<\/li>\n<li>Zuletzt  bleibt noch eine wei\u00dfe Folie zur\u00fcck, die ebenfalls entfernt  und zum  Schutz wieder hinter die Plexiglasscheibe gelegt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1955.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1955\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1955-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1944.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1944\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1944-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Entfernen der CCFL-R\u00f6hren und Vorbereiten der LED-Beleuchtung<\/h3>\n<p>Nachdem das Display nun zerlegt ist, verbleibt der Rahmen mit den  beiden Anschl\u00fcssen f\u00fcr die Leuchtstoffr\u00f6hren. Diese sind enorm d\u00fcnn und  zerbrechen leicht. Sie befinden sich in gut verriegelten, aber nicht  verklebten Plastikeins\u00e4tzen am oberen und unteren Bildrand. Mit etwas  Fingerspitzengef\u00fchl und Geduld lassen sie sich mitsamt der Kabel  entfernen. Die Kabel k\u00f6nnen sogleich abgeschnitten werden; wir brauchen  sie sp\u00e4ter noch. Die R\u00f6hren selbst lie\u00dfen bei meinem iMac an den Seiten  einen schwarzen Rand erkennen &#8211; untr\u00fcgliches Zeichen f\u00fcr ein hohes  Betriebsalter.<\/p>\n<p>Die beiden abgeschnittenen Kabel werden dann an die neue  LED-Beleuchtung gel\u00f6tet; rosa an Plus und wei\u00df an Minus. F\u00fcr den  15&#8243;-iMac sind zwei Streifen mit 18 Leuchtdioden erforderlich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1956.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1956\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1956-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1961.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1961\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1961-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Umbau des Rahmens<\/h3>\n<p>Es ist unschwer zu erkennen, dass die neuen LED-Streifen nicht in den  Rahmen passen. F\u00fcr die 8mm breiten Streifen sind nur 5mm Platz im  Inneren. Das bedeutet spanende (und auch spannende) Arbeiten.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch gute Nachrichten. W\u00e4hrend die CCFL nach allen  Seiten Licht abstrahlen und somit eine Menge Ingenieurskunst darauf  verwendet werden muss, dieses Licht in Richtung des Displays zu lenken,  senden die LEDs ihr Licht von selbst dorthin, solange man sie nur  korrekt ausrichtet. Die CCFLs werden durch Abstandhalter in Form  gehalten, au\u00dferdem sorgt eine reflektierende Folie f\u00fcr bessere  Reflexionen. Diese Tricks brauchen wir nicht mehr. Die Papierfolie kann  komplett entfernt werden, und die beiden Gummiringe verbleiben auf den  CCFLs.<\/p>\n<p>Nun beginnt der Teil der Arbeiten, bei dem echtes Werkzeug ben\u00f6tigt  wird, beginnend mit einem Dremel-Kleinfr\u00e4ser. Man findet sie in vielen  Haushalten, meist in der hintersten Ecke des Kellers, weil sie  einerseits im Baumarkt recht g\u00fcnstig angeboten werden, andererseits aber  im Haushalt der richtige Anwendungsfall fehlt. Notfalls tut es aber  auch eine Laubs\u00e4ge.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Rahmen wird oben und unten auf einer L\u00e4nge, die etwa der L\u00e4nge  des LED-Streifens entspricht, von der Umrahmung befreit. An beiden  Seiten findet man bereits eine Nut, die man als Schnittkante nutzen  kann.<\/li>\n<li>Nun muss man das gleiche auch mit den beiden Leisten machen, die die  CCFL gehalten haben. Letztlich muss oben und unten ein freier Bereich  von ca 2mm entstehen, damit die LED-Lichtfolien mitsamt ihrer L\u00f6tstellen  genug Platz finden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1927.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1927\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1927-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1929.jpg\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1929\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1929-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Die kleinere der beiden Leisten musste ich sogar doppelt schneiden,   da zun\u00e4chst am oberen Rand zu wenig Platz blieb. Das abgeschnittene   St\u00fcck wurde dann weiterverwendet.<\/li>\n<li>Bitte die Reste noch nicht entsorgen, sie werden teilweise noch einmal ben\u00f6tigt.<\/li>\n<li>Zum  Abschluss werden alle Teile sorgf\u00e4ltig entgratet und dabei  maximaler  r\u00e4umlicher Abstand zum TFT-Display und dem  Hintergrund-Plexiglas eingehalten, um Grate auf den Scheiben zu  vermeiden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1932.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1932\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1932-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1930.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1930\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1930-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Rahmen ist nun reichlich instabil. Das ist aber nicht kritisch.  Einerseits st\u00fctzen sp\u00e4ter der Metall- und der Au\u00dfenrahmen das Display,  zudem muss der Rahmen keine Transportwege mehr von einer Fabrik zur  n\u00e4chsten \u00fcberleben; er bleibt eingebaut in das G4-Display und ist dort  stabil genug auch im Falle eines Umzugs.<\/p>\n<h3>Einbau der LED-Beleuchtung<\/h3>\n<p>Die notwendigen L\u00f6tarbeiten zum Befestigen der Kabel hatte ich  bereits weiter oben erw\u00e4hnt. Nun geht es an den Zusammenbau des  Displays. Wie bereits erw\u00e4hnt, ist eine exakte Positionierung der LEDs  nicht ganz so wichtig &#8211; der LED-Streifen sollte mittig und nach unten  ausgerichtet sein.<\/p>\n<ul>\n<li>Beginnen wir mit dem Einbau der Hintergrund-Plexiglasscheibe und der  zugeh\u00f6rigen Folien. Diese werden wieder unter die schwarzen Haltefolien  geschoben und fixiert.<\/li>\n<li>Danach werden die beiden verbliebenen Halteleisten oben und unten  eingesetzt &#8211; die Kabel der LED-Beleuchtung werden dazu vorher durch die  entsprechenden L\u00f6cher gef\u00fchrt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1970.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1970\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1970-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1974.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1972\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1972-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/> <\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Dann wird das TFT-Display aufgesetzt. Achtung: Die Leiterplatte des   Displays muss oberhalb des oberen LED-Lichtbands verlaufen. Es wird  dazu  au\u00dferdem die Klebefolie des oberen LED-Lichtbands entfernt.<\/li>\n<li>Die LED-Beleuchtung ist am oberen Rand noch nicht fixiert. Dazu habe  ich einen der abges\u00e4gten Plastikstreifen zwischen LED-Band und  Flachbandkabel geschoben &#8211; siehe rote Pfeile auf dem zweiten Bild.  Danach hat das LED-Band die richtige Position. Die hintere Seite der  TFT-Platine wird wieder durch den vorhin entfernten Aufkleber gesch\u00fctzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1974.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1974\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1974-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1990.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1990\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1990-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Als n\u00e4chstes wird der Metallrahmen aufgesetzt und mit den drei  kleinen Schrauben fixiert- Danach sitzt das Display fest &#8211; allerdings  ist die untere LED-Leiste noch nicht im Rahmen. Diese kann nun in den  verbliebenen Zwischenraum zwischen Rahmen und Display geschoben werden &#8211;  vorher wieder die Klebefolie entfernen. Dabei verbleibt zu viel Platz.  Die LEDs k\u00f6nnen aber fixiert werden, indem man wieder einen der  abges\u00e4gten Plastikstreifen in den Zwischenraum schiebt &#8211; gegebenenfalls  muss man ihn ein wenig zurecht schneiden (Pfeile auf dem ersten Bild).<\/li>\n<li>Danach ist es Zeit f\u00fcr einen ersten Funktionstest. Wie man sieht,  erh\u00e4lt man kein 100% gleich verteiltes Licht &#8211; es entstehen am oberen  Rand kleine Helligkeitszonen. Mich st\u00f6rt das nicht, aber vielleicht ist  f\u00fcr den einen oder anderen an dieser Stelle Schluss mit der Bastelidee.  Getestet wurde hier mit einem einfachen 12-Volt-Netzteil. Die LEDs sind  f\u00fcr 12 Volt bereits vorbereitet und ben\u00f6tigen keine Schutzwiderst\u00e4nde.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1998.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_1998\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_1998-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_2004\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2004-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der weitere Zusammenbau des Displays in den Rahmen erfolgt in  umgekehrter Reihenfolge wie oben. Am Ende sollte man ein ausreichend  stabiles Display mit denselben Anschl\u00fcssen an denselben Positionen wie  vorher vor sich haben.<\/p>\n<h3>Das neue Inverterboard<\/h3>\n<p>Ein Nebenziel des Umbaus war es, am bestehenden Material m\u00f6glichst  wenig zu ver\u00e4ndern. Sieht man einmal vom Displayrahmen ab, ist das  bisher gegl\u00fcckt. Nun kommen wir zur internen Stromversorgung. Das  bisherige Inverterboard besitzt an Pin5 (Minus, schwarzes Kabel) und  Pin6 (Plus, gr\u00fcnes Kabel) eine 12-Volt-Stromversorgung, die man nutzen  kann. Ich habe dazu eine handels\u00fcbliche Lochrasterplatine verwendet, die  n\u00f6tigen Bohrungen vorgenommen, vom bisherigen Inverterboard die Kabel  und den Printstecker entfernt und sie auf der Lochrasterplatine  wiederverwendet, um die beiden Pins mit den Steckern zu verbinden (rosa  an Plus\/gr\u00fcn und wei\u00df an Minus\/schwarz). Das neue &#8222;Board&#8220; passt exakt an  den bisherigen Platz.<\/p>\n<p>Die vier weiteren Pins dienen zur Helligkeitssteuerung und zum  gesteuerten Abschalten des Displays. Pin 3 liefert eine  3,3-Volt-Spannung, mit der man per Transistor (BC 548) und Vorwiderstand  (hier: 8,2 kOhm, ist in weiten Grenzen variierbar) die Abschaltung des  Bildschirms erreichen kann. Die Masseleitung (Pin 5) wird mit dem  Emitter und die Kathoden der LED-Streifen mit dem Kollektor des  Transistors verbunden. Die Basis des Transistors wird \u00fcber den  Vorwiderstand mit Pin 5 verbunden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_3472.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_3472\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_3472-300x209.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"209\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2012.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_2012\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2012-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach dem Einbau des Boards wird das Display mit allen Anschl\u00fcssen  verbunden, beginnend mit dem breiten Display-Flachbandkabel, gefolgt von  den Inverterkabeln und schlie\u00dflich den Kabeln f\u00fcr die Schlaf-LED und  das Mikrofon. Die Ferritklammer wird wieder befestigt, danach kann das  Display geschlossen werden. Die beiden Schrauben mit Feingewinde landen  wieder an ihrer Position links und rechts mittig am Display, alle  anderen Schrauben sind gleich und k\u00f6nnen daher beliebig verbaut werden.<\/p>\n<h3>Erster Start<\/h3>\n<p>Nach dem Einschalten erscheint nach wenigen Sekunden der Apfel und  das Ger\u00e4t bootet. Wie man erkennen kann, sind nach wie vor die kleinen  &#8222;Theaterleuchten&#8220; am oberen und unteren Rand zu erkennen. Sp\u00e4ter, in der  grafischen Oberfl\u00e4che sieht man es aufgrund des bunten Bildinhalts  weniger deutlich, aber beim Booten kann man es gut erkennen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2013.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_2013\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2013-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_2017\" src=\"http:\/\/www.brennecke.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/IMG_2017-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Was gibt es sonst noch zu bemerken?<\/p>\n<ul>\n<li>Die Helligkeitsregelung funktioniert nicht mehr. Die entsprechenden  Symbole werden beim Bet\u00e4tigen der F-Tasten auch gar nicht mehr  eingeblendet. Die Ursache liegt darin begr\u00fcndet, dass der passende  Anschluss am Inverterboard ungenutzt bleibt.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Endlich funktioniert mein Wohnzimmersurf-Mac wieder auf Anhieb und  wenn man ihn braucht. Der Umbau erfordert Werkzeug, Geduld, eine ruhige  Hand und die n\u00f6tige Lust am Risiko. Es ist aber nicht unm\u00f6glich, wie man  sieht. Ich w\u00fcrde es wieder tun und helfe gerne, wenn andere den Umbau  nachvollziehen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Es gr\u00fc\u00dft<\/p>\n<p>Ihr JeanLuc7<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_665 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_665')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_665').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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