{"id":3521,"date":"2016-03-07T16:13:14","date_gmt":"2016-03-07T15:13:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennecke.org\/?p=3521"},"modified":"2018-05-14T09:01:38","modified_gmt":"2018-05-14T08:01:38","slug":"bloss-keine-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennecke.org\/?p=3521","title":{"rendered":"Blo\u00df keine Kritik!"},"content":{"rendered":"<p>Werte Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>ich m\u00f6chte Sie heute teilhaben lassen an einem Meinungsaustauch, wie er inzwischen in den Diskussionsforen der Online-Zeitungen \u00fcblich geworden ist. Er stammt vom gestrigen Sonntag; Ausl\u00f6ser der Diskussion war ein <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/09\/medien-fluechtlingsdebatte-berichterstattung-kritik\">Artikel in der ZEIT<\/a>, in dem der Autor beklagt, dass viele Journalisten zu Beginn der Fl\u00fcchtlingskrise positiv &#8211; zu positiv &#8211; \u00fcber das Geschehen berichtet h\u00e4tten . Er schwingt sich dabei zu der steilen These auf, dass diese positiven Berichte die Debatte vergiftet h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Nun aber zu <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/09\/medien-fluechtlingsdebatte-berichterstattung-kritik?cid=6225847#cid-6225847\">meinem Kommentar <\/a>und der sich daran anschlie\u00dfenden Diskussion:<\/p>\n<blockquote>\n<div class=\"comment__body\">\n<p>JL7: Ich fand diesen Artikel schon in der gedruckten ZEIT \u00e4rgerlich &#8211; er spielt leichtfertig mit dem Rechtpopulisten-Vorwurf der L\u00fcgenpresse, indem er den Eindruck erweckt, die Artikel in ZEIT &amp; Co seien zum Weck der Unterst\u00fctzung der Regierungspolitik entstanden. Wie anders soll man den folgenden Satz aus dem Artikel sonst interpretieren?<\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<div class=\"comment__body\">\n<blockquote>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8222;Die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten und, mit Ausnahme der FAZ und einiger Welt -Artikel, auch gro\u00dfe Teile der Qualit\u00e4tspresse verschafften der Regierungspolitik Performanz \u2013 anfangs auch die ZEIT, trotz ihrer traditionsreichen Lust am Pro und Kontra.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<blockquote>\n<div class=\"comment__body\">\n<p>Und nun &#8211; hat die ZEIT also die Seiten gewechselt und schreibt jetzt nur noch gegen die Regierungspolitik? Pro und Kontra sind w\u00fcnschenswert, aber wenn nun einmal die Redakteure und Kommentatoren gewisse Positionen vertreten, sollte man nicht verlangen, k\u00fcnstlich einen Diskurs herstellen zu wollen.<\/p>\n<p>Noch eins: Nur weil eine Rechtsau\u00dfen-Minderheit auf ihren Spazierg\u00e4ngen &#8222;L\u00fcgenpresse&#8220; skandiert, so mag man daraus noch keinen gesamtheitlichen Trend ableiten. Und schon gar nicht braucht man deren Vertrauen zur\u00fcckzugewinnen, indem man ihre Argumente aufnimmt &#8211; oder wie der Autor &#8211; sie zumindest erw\u00e4gt.<\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p>Nun die Antworten &#8211; ich habe besondere geistige H\u00f6chstleistungen hervorgehoben und ggf. einzelne Passagen gek\u00fcrzt, jedoch die zitierten S\u00e4tze bis auf Rechtschreibfehlerkorrekturen und Zeichensetzung unver\u00e4ndert gelassen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Kommentator 1:<\/strong> Ich bitte die Meinungs\u00e4u\u00dferung von Jeanluc7 als Best\u00e4tigung meiner These der gern gesehenen Spaltung der Gesellschaft durch toalit\u00e4ren Ausschlu\u00df eines Bem\u00fchens um gesamtgesellschaftlichen Konsens zu lesen.<\/p>\n<p><strong>Hier sitzen die Verfassungsfeinde, deren Wirken gegen die Grundrechte man analysieren und beobachten sollten.<\/strong> Dass derzeit die Politik und die Medien durch eine gegen den eigenen B\u00fcrger gerichtete Interessenkongruenz diesen Ideologen bewu\u00dft R\u00fcckenwind gibt, ist unverzeihlich.<\/p>\n<p><strong>Man hat beinahe den Eindruck, diese Kreise legen es auf ein zweites Weimar an.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Ich vermute, der Kommentator meint die Weimar-Endzeit, als die SA bereits straflos auf den Stra\u00dfen marschieren und Andersdenkende terrorisieren durfte. Nach Lesart des Kommentators waren daran also jene schuld, die lange vor 1933 vor den Nazis gewarnt und sie ausgegrenzt haben&#8230;<\/p>\n<blockquote><p><strong>JL7:<\/strong> Ich, ein Verfassungsfeind? Ich bitte Sie &#8211; nur weil ich die 20% Rechtsau\u00dfen als das nehme, was sie sind, ist das noch keine Spaltung. Sie k\u00f6nnen sich ja gerne wieder der Mehrheit anschlie\u00dfen, indem sie die von der Verfassung gebotenen Richtlinien befolgen &#8211; also keine Busse belagern, Asylheime anz\u00fcnden oder gar andere zu Gewalt auffordern. Der &#8222;eigene B\u00fcrger&#8220;, den Sie beschreiben, hat sich in meiner Wahrnehmung bisher noch selten um diesen Staat verdient gemacht &#8211; er hat aber unbegr\u00fcndete Angst davor, abgeh\u00e4ngt zu werden. Ihm diese Angst zu nehmen, dahinter steckt keine Ideologie, sondern Realpolitik. So sehr mancher sich es auch w\u00fcnschen mag &#8211; die 80er und die BRD und die DDR kommen nie mehr wieder. Wir werden damit leben m\u00fcssen, dass wir im Westen jahrzehntelang auf anderer Kosten reich geworden sind. Ist es wirklich so \u00fcberraschend, dass Menschen aus Krisenregionen daran nun teilhaben wollen?<\/p>\n<p>Mich erinnert das Gehabe der Rechten und die Forderung nach zu schlie\u00dfenden Grenzen ein wenig an Prinz Prospero, der den Roten Tod durch eine Mauer von sich fern halten wollte &#8211; aber letztlich scheiterte und starb.<\/p>\n<p><strong>Kommentator 2:<\/strong> Das schlimme ist &#8211; eine L\u00f6sung bieten die Gesellschaft spaltenden Diffamierer nicht an. [&#8230;]<\/p>\n<p>Und die demokratiefeindliche moralbasierte Diffamierungskampagne, die gerade von Linksgr\u00fcn gegen einen neuen demokratischen Mitberwerber l\u00e4uft, sehe ich als als einen absoluten Tiefpunkt im Verst\u00e4ndnis der Grundrechte an. Dass die Medien sich hier einspannen lassen, mu\u00df mit der Mehrheit der linksgr\u00fcnen Journalisten erkl\u00e4rt werden. Sogar das \u00d6R, eigentlich zu &#8222;AUSGEWOGENHEIT&#8220; verpflichtet, macht mit.<\/p>\n<p><strong>Kommentator 1: Und @JeanLuc7, ja es ist verfassungsfeindlich die Meinungsfreiheit anderer einschr\u00e4nken zu wollen oder sie physisch anzugreifen, selbst wenn die nur 20% der W\u00e4hler repr\u00e4sentieren, solange die betreffende Partei nicht verboten ist.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich ist es eine Spaltung, wenn die Mehrheit der B\u00fcrger mit dem aktuellen Kurs nicht zufrieden ist <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/5200\/umfrage\/bewertung-der-politischen-arbeit-von-angela-merkel\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/de.statista.com\/st&#8230;<\/a> sich aber inzwischen nicht mehr traut, ihre Meinung zu sagen, weill die mediale Diffamierungskampagne l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Gerade die Meinung &#8222;Mit denen darf oder kann man, oder will man nicht reden&#8220; (Dreyer, Stegner usw.) spaltet zunehmend die Gesellschaft.<\/p>\n<p>Man dr\u00e4ngt die Betroffenen zu einem bestimmten Prozentsatz in Demokratieverdru\u00df oder sogar in die Radikalisierung. Die nimmt man dann wieder im Weg der selbsterf\u00fcllenden Prophezeiung als Argument her f\u00fcr weitere Ausgrenzung und Vertiefung der Spaltung.<\/p>\n<p>Es ist das Gegenmodell des gesamtgesellschaftlichen Konsens, der letzendlich auch von den Moralisten Kompromissf\u00e4higkeit verlangt.<\/p>\n<p>Man erreicht mit diesem Verlust des gesellschaftlichen Konsens bestenfalls, dass sich eine Art &#8222;Siegerjustiz&#8220; einstellt, wie in Polen, und die jeweils Machthabenden alles ausmerzen, was die Vorg\u00e4nger installierten.<\/p><\/blockquote>\n<p>So also legt man anderen etwas in den Mund, was sie gar nicht gesagt haben. Ich hatte jedenfalls weder die Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit oder physische Angriffe gegen Andersdenkende gefordert&#8230;<\/p>\n<blockquote><p><strong>Kommentator 3:<\/strong> Es k\u00f6nnen aber nicht alle Millionen von Wirtschaftsmigranten in Spe daran teilhaben, denn dann gibt es bald nicht mehr allzu viel, an dem man teilhaben k\u00f6nnte. Wir reden von Abermillionen die gern kommen wollen, insbesondere dann, wenn sie sich eingeladen f\u00fchlen. Prinz Prospero ist ein M\u00e4rchen. Bzgl der Wirtschaftsmigrationsproblematik muss man lediglich rechnen k\u00f6nnen, denn bei Menschen handelt es sich nicht um einen Virus, der sich mal eben \u00fcber die Luft verbreitet, <strong>sondern die Menschen wandern hierher, weil sie sich eingeladen f\u00fchlen und wie die Motten in das Licht in das Land streben, welches mit der geringsten H\u00fcrde das Maximum an Zuwendungen herausgibt.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Fl\u00fcchtlinge mit Motten zu vergleichen, das ist allerdings bereits grenz\u00fcberschreitend.<\/p>\n<blockquote><p><strong>JL7:<\/strong> Ich wei\u00df leider nach wie vor nicht, wen Sie meinen, mit dem da geredet werden soll: Frau Petry, die auf Fl\u00fcchtlinge schie\u00dfen will? Frau von Storch, die Homosexualit\u00e4t f\u00fcr eine Krankheit und daher f\u00fcr heilbar heilt? Herrn H\u00f6cke, der wirklich rechtes Gedankengut verbreitet? Frau Festerling, die Politikern, Journalisten und Pfarrern mit Mistgabeln droht? Den Mob, der Busse belagert und glaubt, er sei das Volk? Die Brandstifter, die Asylheime anz\u00fcnden? Ich bin mir nicht so sicher, ob diese Leute mit *mir* reden wollen, wenn ich ihnen meine differenzierte Meinung darlege.<\/p>\n<p>Wieso schr\u00e4nkt es die Meinungsfreiheit anderer ein, wenn ich ihre Meinung f\u00fcr nicht konsensf\u00e4hig halte? Es ist ein altes Spiel der Rechtspopulisten zu glauben, Meinungsfreiheit hie\u00dfe, immer das letzte Wort behalten zu d\u00fcrfen. Nein, Meinungsfreiheit bedeutet geradezu, auch Kritik auszuhalten. Und kritikf\u00e4hig ist das, was AfD und Pegida in Deutschland veranstalten, allemal.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, ein netter Versuch: zu unterstellen, ich h\u00e4tte irgendwo zu physischen Angriffen aufgerufen oder die Meinungsfreiheit anderer einschr\u00e4nken wollen. Selbst wenn ich einigerma\u00dfen entsetzt bin, was aus den ZEIT-Foren geworden ist und welches Gedankengut sich hier tummelt: meine Richtschnur ist unsere Verfassung, und in der ist die Menschenw\u00fcrde nach wie vor unantastbar.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Hinweise auf die AfD- und Pegida-Frontleute durften nat\u00fcrlich nicht unbeantwortet bleiben:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Kommentator 1: Es ist beispielsweise eine glatte Unversch\u00e4mtheit aus dem Petry-Post so einen Hype zu kreiieren. Liest man genau, was sie im End-to-End Post in Facebook sagte, dann ist es bei weitem nicht das was auch Sie hier glauben machen wollen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Selbst das, was H\u00f6cke sagte, ist sachlich begr\u00fcndet und wird verzerrt dargestellt. Es ist einfach Fakt, dass in diversen Gesellschaften andere Motivationen die Familienplanung beeinflussen und keinesfalls &#8222;rassistisch&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Sein Fehler liegt an anderer Stelle, n\u00e4mlich in der Annahme, die Offenheit f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge h\u00e4tte irgendeinen Einflu\u00df auf die Familienplanung in den betroffenen L\u00e4ndern und nicht die dortigen gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p>Genau an diesen Beispielen zeigt sich,<strong> wie das linksgr\u00fcne Denken mit Halbwahrheiten und Totschlagargumenten versucht, ideologisch Sachlichkeit zu beseitigen.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>H\u00f6ckes Auslassungen sind also&#8220;sachlich begr\u00fcndet&#8220;. Die <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/2015\/10\/22\/hocke-goebbels-reden_n_8354330.html\">Huffington Post<\/a> hat sich einmal die M\u00fche gemacht, Reden von H\u00f6cke denen von Goebbels gegen\u00fcberzustellen &#8211; kaum auseinanderzuhalten. Was aber hat Frau Petry der Rhein-Zeitung denn nun wirklich gesagt? google liefert das folgende:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"bodytext\"><i><b>Rhein-Zeitung:<\/b>\u00a0&#8222;Ihr Partner, Herr Pretzell, hat gefordert, dass notfalls Grenzen auch mit der Waffe gesichert werden m\u00fcssen. Was sagen Sie dazu?&#8220;<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i><b>Petry:<\/b> &#8222;Das ist geltende deutsche Rechtslage.&#8220;<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i><b>Rhein-Zeitung:<\/b>\u00a0&#8222;Also notfalls schie\u00dfen?&#8220;<\/i><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><i><b>Petry: &#8222;<\/b>Als Ultima Ratio ist der Einsatz der Waffe zul\u00e4ssig. Das haben wir gerade schon besprochen. Es ist nichts, was sich irgendjemand von uns w\u00fcnscht. Es m\u00fcssten alle anderen Ma\u00dfnahmen davor ausgesch\u00f6pft werden.&#8220;<\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"bodytext\">Das soll also &#8222;bei weitem nicht das sein&#8220;, was ich glauben machen will, n\u00e4mlich, dass Frau Petry auf Fl\u00fcchtlinge schie\u00dfen will. Was sp\u00e4ter bei facebook stand, ist ohne Belang, denn Frau Petry selbst kann ihre Eintr\u00e4ge jederzeit \u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sp\u00e4ter am Abend kam es dann noch mal kn\u00fcppeldick:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Kommentator 1:<\/strong> Gerade trudeln Kommunalwahlergebnisse aus Hessen ein.<\/p>\n<p>Sogar im Landkreis Marburg liegt die AFD mit 16% weit vor den Grunen als drittst\u00e4rkste Partei, Bad Karklshafen mehr als SPD usw. Sogar in Frankfurt bei 14%.<\/p>\n<p><strong>Eine so starke gesellschaftliche Bewegung als Verlierer zu diskreditieren und marginalisieren zu wollen zeigt schon ene besondere form der &#8222;ideologischen&#8220; Realit\u00e4tsferne.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Abgesehen davon, dass &#8222;W\u00e4hler&#8220; noch lange keine &#8222;gesellschaftliche Bewegung&#8220; sind: Ich denke, dass das Ablehnen einer rechtspopulistischen Vereinigung keine ideologische Realit\u00e4tsferne ist, sondern vielmehr ein aus der Geschichte erlerntes Verhalten. Aber wenn Sie spa\u00dfeshalber mal in diesem Artikel nach &#8222;Verlierer&#8220; suchen, werden Sie feststellen, dass Kommentator 1 dieses Wort in die Diskussion einbrachte &#8211; bisher hatte das niemand behauptet.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Kommentator 4:<\/strong> @Picard7 &#8211; Sie unterstellen Frau Petry das glatte Gegenteil dessen, was sie gesagt hat. Zu den anderen kann ich nichts sagen. Ich kenne sie nicht, hab&#8216; nicht gelesen, was die sagen.<\/p>\n<p>Aber in der Angelegenheit des angeblichen &#8222;Schie\u00dfbefehls&#8220; (!) hab&#8216; ich die Texte gelesen. Ich finde die Verdrehungen der Originalaussage einfach grauenhaft. Ich schlie\u00dfe Sie mit ein, mon capitain, je regrette!<\/p><\/blockquote>\n<p>Das <em>Gegenteil<\/em>? Vermutlich glaubt Kommentator 4, dass facebook die Originalaussage enthalte &#8211; dem ist aber nicht so. Vermutlich wird nirgends so dreist gelogen wie auf facebook&#8230; Und wieder das gleiche Muster: Suchen Sie einmal im Text nach &#8222;Schie\u00dfbefehl&#8220;. Den f\u00fchrt der Kommentator neu ein, samt Ausrufungszeichen.<\/p>\n<blockquote><p>Kommentator 1: Cher Jean Luc, Sie missverstehen da etwas. Nat\u00fcrlich ist es das gute Recht eines Armen, seine Lage verbessern zu trachten, gegebenenfalls auch durch Aufenthaltswechsel. (W\u00fcrd&#8216; ich auch machen&#8230;). <strong>Was Sie in Ihrer destruktiven hypermoralischen unethischen Verblendung nicht wahrhaben, ist es, da\u00df es genauso das Gute Recht eines Hausbesitzers ist, die T\u00fcr dann nicht sperrangelweit zu lassen, wenn eine Phalanx von Aufenthaltsoptimierern sich auf den Weg macht.<\/strong><\/p>\n<p>Und da\u00df dies seine Pflicht sogar ist, wenn das Haus und die Familie davon unterminiert werden, oder auch nur werden k\u00f6nnten.<\/p><\/blockquote>\n<p>JeanLuc7 zieht in seiner destruktiven hypermoralischen unethischen Verblendung (daraus sollte ich mir ein T-Shirt machen) das Grundgesetz heraus und findet dort unter \u00a716a Absatz 1 den Satz &#8222;Politisch Verfolgte genie\u00dfen Asylrecht.&#8220;. Und er wei\u00df, dass die Bundesrepublik Deutschland weiter reichende Pflichten hat als ein Privathausbesitzer.<\/p>\n<p>Unser Kommentator 1 ergeht sich derweil noch ein wenig \u00fcber die Pflichten des erdachten Hausbesitzers, derweil sein Text ein wenig ins Biblische abrutscht:<\/p>\n<blockquote><p>Und dass er sich durchaus Gedanken \u00fcber das Elend der Welt machen soll, aber nicht in den manischen Wahn verfallen, ER k\u00f6nnte es beseitigen, wenn ER es nur in seinem negativen Hochmut wollte, weil ER ER ist, und in seinem Schlafzimmer ein riesig schwarz mehrmals durchgestrichenes RIESEN-RIESEN-RIESEN-Photo von &#8222;IHM&#8220; hat, dem NIE-WIEDER-SCHNAUZBART, und genauso auf dem Klo, dem Dachboden, im Keller &amp; in der Guten Stube. Solch eine manisch-zwanghafte Fixierung, solch ein stetiges &#8222;Nie-Wieder&#8220; vom Morgen bis Abends und dann in der Nacht ger\u00e4t in die N\u00e4he einer &#8222;negativen Symbiose&#8220; mit dem Objekt seiner Negations-Gier. Die Distanz ist futsch. Der Zwang regiert ohne anzuklopfen. Er ist einfach schon da, im Kern des Kernes.<\/p>\n<p>Der Hase rennt und rennt und RENNT um sein Leben und der untote Schnauzbart-Igel grinst ihn von den durchgestrichenen Portraits an: \u201eIck b\u00fcn al dor!\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit dem gro\u00dfen &#8222;NIE-WIEDER-SCHNAUZBART&#8220; ist vermutlich Hitler gemeint. Meinen Kampf mit dem restlichen Inhalt muss ich verloren geben. Ob der Kommentator uns damit allen Ernstes mitteilen wollte, dass \u00fcberhaupt erst unsere Ablehnung der Rechten an deren Erstarken schuld ist?<\/p>\n<p>Sie fragen, ob ich jetzt endlich kuriert sei und derartigen Foren fernbleiben werde? Nein, ganz im Gegenteil. Wir d\u00fcrfen solchen Leuten nicht auch noch die Meinungshoheit \u00fcberlassen. Sonst haben sie am Ende noch erreicht, was sie wollten: dass sie n\u00e4mlich mit &#8222;man wird doch wohl noch sagen d\u00fcrfen&#8230;&#8220; auch noch das letzte Wort behalten.<\/p>\n<p>Es gr\u00fc\u00dft herzlich<\/p>\n<p>Ihr JL7<\/p>\n<p>Nachtrag: Ich habe nach einem Hinweis einer von mir sehr gesch\u00e4tzten Person eine Zusammenfassung dieses Beitrags <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/09\/medien-fluechtlingsdebatte-berichterstattung-kritik?cid=6238135#cid-6238135\">im ZEIT-Forum<\/a> hinterlassen &#8211; um auch dort den Rechten nicht das letzte Wort zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3521 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3521')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3521').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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