{"id":3663,"date":"2017-02-17T19:02:28","date_gmt":"2017-02-17T18:02:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brennecke.org\/?p=3663"},"modified":"2018-05-14T09:00:53","modified_gmt":"2018-05-14T08:00:53","slug":"wie-ich-auf-facebook-einen-intoleranten-und-spassbefreiten-minderwertigkeitskomplex-auslebte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brennecke.org\/?p=3663","title":{"rendered":"Wie ich auf facebook einen intoleranten und spa\u00dfbefreiten Minderwertigkeitskomplex auslebte (Update)"},"content":{"rendered":"<p>Werte Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>Kennen Sie das? Sie haben ein berechtigtes Anliegen und erhalten pl\u00f6tzlich Gegenwind von einer Seite, von der Sie es nie erwartet h\u00e4tten? Ich hatte gestern ein solches Erlebnis &#8211; auf facebook. Ich halte mich nicht sehr h\u00e4ufig dort auf und trage auch nicht allzu viel bei. Gestrern entschied ich mich anders. Da hat das <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/\">Zeit-Magazin<\/a> (eine Beilage der\u00a0 Wochenzeitung ZEIT, auch online verf\u00fcgbar) einen offenbar am\u00fcsant gemeinten Beitrag gepostet, in dem die Problematik der Gro\u00df- und Kleinschreibung im Deutschen anhand einiger kurzer S\u00e4tze beleuchtet wurde, etwa diesen:<\/p>\n<blockquote><p>Vor dem Fenster sah sie den geliebten Rasen.<br \/>\nVor dem Fenster sah sie den Geliebten rasen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein wenig gestelzt, daher nicht umwerfend witzig, aber ok. Einige Zeilen tiefer fand ich den folgenden Vergleich:<\/p>\n<blockquote><p>Warme Speisen im Keller<br \/>\nWarme speisen im Keller<\/p><\/blockquote>\n<p>Falls Sie nicht wissen sollten, wo hier der Witz ist &#8211; da geht es Ihnen wie vermutlich inzwischen der H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung. &#8222;Warme&#8220; im zweiten Kontext meint <a href=\"http:\/\/www.duden.de\/suchen\/dudenonline\/warmer%20Bruder\">&#8222;warme Br\u00fcder&#8220;<\/a>, ein abwertender Ausdruck f\u00fcr Schwule, gebr\u00e4uchlich bis in die 90er Jahre.<\/p>\n<p>Nun &#8211; ich wusste, was der Ausdruck bedeutete, und ich habe darauf einen Kommentar geschrieben &#8211; vorrangig deshalb, weil dieser billige Witz einfach nicht in die ZEIT passt:<\/p>\n<blockquote><p>Sch\u00f6n &#8211; aber musste der Satz mit den &#8222;Warmen&#8220; wirklich sein? Das war vielleicht in den 60ern lustig. Heute ist es eine homophobe Beleidigung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich muss zugeben, ich habe nicht im entferntesten mit den Reaktionen gerechnet, die ich damit ausl\u00f6ste. Es begann relativ harmlos. Ich zitiere die Kommentare ohne die Namen der Schreiber, kennzeichne jeweils nur, ob es sich um Frauen (F) oder M\u00e4nner (M) handelt:<\/p>\n<blockquote><p>F1: Oder ohne deinen Kommentar h\u00e4tten Leute, die nach den 60ern geboren sind, gar nicht an diese Bedeutung gedacht?<\/p>\n<p>M1: Na und! Ist das soooo anst\u00f6ssig? Immer diese Rosinenpickerei.<\/p>\n<p>M2: Manchmal ist &#8222;politisch&#8220; Korrektsein zum Kotzen &#8211; verdirbt einem ganz simplen unbefangenen Spa\u00df.<\/p><\/blockquote>\n<p>M2 erhielt 7 Likes f\u00fcr diesen Beitrag. Weiter geht&#8217;s.<\/p>\n<blockquote><p>F2: Ich bin weder homophob (nein, ich hatte w\u00e4hrend meines Studiums auch schwule Freunde und mit einem zusammen gewohnt )noch habe ich etwas gegen Leute einer anderen Herkunft oder Religion und mich nervt es auch ziemlich, dass man mittlerweile jedes Wort und jeden Satz dreimal \u00fcberdenken muss, damit sich ja niemand auf dem Schlips getreten f\u00fchlt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies ist eine Abwandlung des &#8222;<em>Ich bin nicht &#8230;., aber<\/em>&#8222;, indem sie ein sch\u00f6nes &#8222;<em>und<\/em>&#8220; zur Verbindung ihrer Kritik nutzte. Selbstentschuldigungen wie <em>&#8222;ich bin nicht homophob&#8220;<\/em> haben allerdings regelm\u00e4\u00dfig etwas Fragw\u00fcrdiges. Ich bezeichnete den Satz daraufhin als &#8222;\u00fcblen Herrenwitz&#8220; und erhielt die folgende Antwort:<\/p>\n<blockquote><p>F3: Dann lach doch \u00fcber den &#8222;\u00fcblen &#8220; Herrenwitz. Mein Gott was f\u00fcr Aufstand um nichts.<\/p><\/blockquote>\n<p>Von F3 werden wir sp\u00e4ter nochmal h\u00f6ren. Ein paar Stunden sp\u00e4ter kam diese Antwort:<\/p>\n<blockquote><p>M3: Du bist zu sensibel f\u00fcr die Welt. Am besten Du verkaufst Dein Handy und bel\u00e4stigst die Menschheit nicht mit Deinen komischen Meinungen.<\/p>\n<p>M4: Es gibt bestimmt einige Schwule, die das sehr witzig finden!<\/p>\n<p>F4; Was f\u00fcr Menschen werden nicht beleidigt??? Mein Gott das ist ein Vergleich, kein Witz!<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich habe mein Handy nat\u00fcrlich bei mir behalten, meine <em>komischen Meinungen<\/em> hingegen nicht. Stattdessen antwortete ich:<\/p>\n<blockquote><p>JL7: Man h\u00e4lt den Schwulen gerne vor, dass sie ja jetzt gleichberechtigt w\u00e4ren und deshalb mal still sein sollten. Gerade die letzten Kommentare sind allerdings Beweis genug, dass da noch viel zu tun ist. Wer Kritik an Schwulenwitzen f\u00fcr eine &#8222;komische Meinung&#8220; h\u00e4lt oder sie damit abtut, dass andere doch auch beleidigt w\u00fcrden oder gar den Witz an sich verteidigt, der ist offenbar noch sehr jung oder noch nie in einer echten Minderheit gewesen. Und ganz ehrlich, ich w\u00fcnsche Euch, dass Ihr nie in eine solche Situation geratet.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenig sp\u00e4ter ging es im selben Stile weiter mit der Dame, die sich zuvor selbst entschuldet hatte:<\/p>\n<blockquote><p>F2: Ich finde die Reaktion nach wie vor \u00fcbertrieben. Und wie andere schon meinten, es gibt st\u00e4ndig Situationen, wo sich irgendwer benachteiligt oder beleidigt f\u00fchlen k\u00f6nnte. Die Schwulen (oder soll ich lieber schreiben&#8220;homosexuelle M\u00e4nner &#8222;?), die ich kenne waren wesentlich lockerer und vor allem haben sie ihre Homosexualit\u00e4t nicht permanent betont.<\/p><\/blockquote>\n<p>Klasse, nun lag ich also in der Schublade der Schwulen, die immer und \u00fcberall ihre Homosexualit\u00e4t betonen. Einmal ganz abgesehen davon, dass uns mit dem Erstarken der rechten Szene eine gewaltige Gegnerschaft erwachsen ist, gegen\u00fcber der man wahrscheinlich wirklich st\u00e4ndig betonen muss, einer Minderheit anzugeh\u00f6ren, damit die nach wie vor Anst\u00e4ndigen einen sch\u00fctzen &#8211; Heterosexuelle k\u00f6nnen so drollig sein, wenn sie von ihren schwulen Freunden schreiben: die sind so locker! Klar &#8211; von Coming Out, Benachteiligung am Arbeitsplatz und Mobbing erz\u00e4hlen die auch nicht, wenn man am Abend Party macht.<\/p>\n<blockquote><p>M5: tolerant ist, wer \u00fcber alles und jeden lachen kann und nicht bei jedem furz gleich mit mimimi-hochwichtig-erkl\u00e4rungen daherkommt. wenn du irgendjemanden bei witzen ausklammerst bist du intolerant. haben schwule nicht das gleiche recht, dass man \u00fcber sie witze macht wie z. b. j\u00e4ger, fussballer oder eben mimimi-erkl\u00e4rungsnotst\u00e4ndler? denk mal dr\u00fcber nach<\/p><\/blockquote>\n<p>Das war nun wirklich klasse. Habe ich wirklich das Recht, dass man \u00fcber mich Witze macht? Ich muss zugeben, so hatte ich das bis jetzt noch nie gesehen. Aber lassen wir den Bl\u00f6dsinn, der hier geschrieben wurde, mal au\u00dfer Acht. Man lese bitte noch einmal meinen allerersten Kommentar: &#8222;<em>mimimi-hochwichtig-erkl\u00e4rungen&#8220;<\/em>? Wie w\u00fcrde M5 wohl reagieren, wenn auf facebook tst\u00e4chlich historische Fakten ausgebreitet w\u00fcrden?<\/p>\n<blockquote><p>M6: Also ich kenne Schwule, die sehr gute Schwulewitze erz\u00e4hlen, ebenso hab ich schon von einem Blinden einen guten Blindenwitz erz\u00e4hlt bekommen.<br \/>\nDiskriminierung ist nicht dadurch bestimmt, dass man Witze \u00fcber jemanden macht und Eigenheiten aufs Korn nimmt, sondern wie man sich ihm gegen\u00fcber in ganz normalen Situationen benimmt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich kenne auch Schwule, die gute Schwulenwitze erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, beispielsweise mich selbst. Aber &#8211; und das schrieb ich als Antwort &#8211; es macht einen Riesenunterschied, ob ich den Witz erz\u00e4hle oder ein Nicht-Schwuler. Auch als Nicht-Blinder sollte man in die \u00d6ffentlichkeit hinein besser keine Blindenwitze erz\u00e4hlen. Und schon gar nicht sollte man das als Nichtbetroffener als Erlaubnis ansehen, selber solche Witze zu erz\u00e4hlen. Denn lieber M6, Diskriminierung ist eben auch<strong> genau dadurch<\/strong> bestimmt, dass man Witze \u00fcber andere macht.<\/p>\n<p>Dann kehrte F3 zur\u00fcck.<\/p>\n<blockquote><p>F3: Du hast Minderwertigkeitskomplexe. Wenn in meinem Beisein Witze oder Anz\u00fcglichkeiten \u00fcber die K\u00f6rpergr\u00f6sse gemacht werden hau ich mit in die Kerbe, obwohl ich das &#8222;tiefergelegte &#8220; Model bin.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich liebe unpassende Vergleiche, weil man sich so sch\u00f6n an ihnen abarbeiten kann. Sind Menschen f\u00fcr ihre K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe jemals ins Gef\u00e4ngnis gekommen? Oder auf der Stra\u00dfe gewaltt\u00e4tig bedroht oder gar verpr\u00fcgelt worden? Oder an Baukr\u00e4nen aufgeh\u00e4ngt? F3 wusste auf meine Frage eine Antwort.<\/p>\n<blockquote><p>F3: Ja sie sind in T4 Busse gekommen.Waren leider auch Patienten von einem Dr. Mengele.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich bitte festzuhalten, dass nicht ich die Nazikeule gezogen habe. Ich vermeide solche Vergleiche, weil sie immer &#8211; immer &#8211; einen Haken haben. Hier liegt er da, dass meine drei Aufz\u00e4hlungen noch heute G\u00fcltigkeit haben, die von F3 jedoch allein im verbrecherischen Nazi-Deutschland zutrafen.<\/p>\n<blockquote><p>M7: also darf man nur Witze \u00fcber eine Minderheit machen, wenn man ihr auch angeh\u00f6rt? Blinde d\u00fcrfen Blindenwitz erz\u00e4hlen, Nichtblinde aber nicht? Was ist mit Ein\u00e4ugigen? Schwulenwitze thematisieren oft das Klischee von besonders \u00fcbertriebenen femininen Verhalten bei M\u00e4nnern. D\u00fcrfen Schwule, die dem Klischee nicht entsprechen solche Witze erz\u00e4hlen?<br \/>\nBin ich jetzt schon politisch unkorrekt wenn ich als heterosexueller schwul sage und nicht homosexuell?<br \/>\nWie sagte Harald Schmidt mal: &#8222;Jede Minderheit hat das Recht von mir beleidigt zu werden.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>M7 garniert seine undurchdachte Aufz\u00e4hlung mit einem Harald-Schmidt-Zitat. Nun ist der garantiert eine Ikone der Beleidigung von Minderheiten, wenn man an seine Polenwitze und die dicken Kinder von Landau denkt. Was M7 \u00fcbersieht: man darf jederzeit jeden Witz erz\u00e4hlen. In den meisten Situationen wird das auch ok sein, selbst wenn es der Witz nicht ist. Aber in der \u00d6ffentlichkeit &#8211; mit einer unbekannten Zahl an Lesern &#8211; sollte man doch sehr vorsichtig sein, wenn man als Nicht-Schwuler deren <em>\u00fcbertriebenen feminines Verhalten<\/em> karikiert &#8211; oder sie als &#8222;warm&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p>Ich fragte dann in einem weiteren Kommentar, was an meinem Kommentar wohl der Trigger f\u00fcr die anderen Kommentatoren war, mich <em>intolerant<\/em> und <em>spa\u00dfbefreit<\/em> zu nennen? Mir eine &#8222;<em>komische Meinung<\/em>&#8222;, einen <em>Minderwertigkeitskomplex<\/em> und ein <em>Aufmerksamkeitsproblem<\/em> zu unterstellen? Ich nahm an, das k\u00f6nne doch wohl nicht alles durch lediglich 2,5 Zeilen Text ausgel\u00f6st sein? M8 belehrte mich eines besseren:<\/p>\n<blockquote><p>M8: Doch.<br \/>\nMittlerweile haben wir 2017, und wir sollten das finstere Mittelalter so langsam hinter uns haben. Es ist den Leuten scheissegal, ob du homo bist oder nicht. Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel.\u00a0 Es w\u00e4re sogar niemandem aufgefallen, dass du es bist, bevor du dich mit zitternder Unterlippe und emp\u00f6rt erhobenem Zeigefinger zu Wort meldetest. So \u00e4hnlich wie fundamentalistische Feministen und militante Veganer, die zu jeder Gelegenheit, und sei sie auch noch so marginal, ihren \u00fcberfl\u00fcssigen glutenfreien Senf hinzugeben m\u00fcssen, nur um ihr Aufmerksamkeitsdefizit zu befriedigen.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nIch hab selbst schwule Freunde, und nicht einer von denen hat einen (&#8218;tschuldigung) Stock im Arsch. Das sind die lockersten, angenehmsten, und lustigsten Kameraden, die man sich w\u00fcnschen kann.<\/p><\/blockquote>\n<p>M8&#8217;s Beitrag zeigt, dass wir offenbar das &#8222;finstre Mittelalter&#8220; eben noch nicht hinter uns haben. Ich riet ihm, einmal seine schwulen lockeren angenehmen Freunde zu fragen, wie sie das wirklich sehen mit dem &#8222;scheissegal, ob du homo bist&#8220; &#8211; ich vermute, er wird \u00fcberrascht sein. Aber einmalig: das Bild, das er sich von mir gemacht hast &#8211; mit zitternder Unterlippe und Stock im Arsch&#8230;<\/p>\n<p>Und als h\u00e4tte es die ganze Latte an Kommentaren und meine Entgegnungen nicht gegeben, schreibt am Schluss nochmal jemand zur Verteidigung der Bezeichnung &#8222;Warmer&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>M9: die schwulen die ich kenne (linzer szene) lachen \u00fcber deine meinungen und \u00e4u\u00dferungen&#8230;aber es jeden einzelnen alles recht machen ist halt schwer&#8230;.im \u00fcbrigen hat da sicher nicht jemand extra dar\u00fcber nachgedacht wie er schwule beleidigen k\u00f6nnte. hier geht es um den wortwitz und nicht um beleidigung der warmen&#8230;ja ich sage warme oder ist das auch eine beleidigung f\u00fcr dich?<\/p><\/blockquote>\n<p>Erst einmal fehlen einem dann die Worte. Denn Linz liegt in \u00d6sterreich, und dort ist die Gleichstellung von Schwulen beileibe nicht auf dem Niveau, das wir hier in Berlins Zentrum vorfinden. Da muss man sich also von seinen Freunden als &#8222;Warmer&#8220; bezeichnen lassen und das auch noch gut finden &#8211; und \u00fcber jene lachen, die Homophobie benennen, statt sie hinzunehmen? Na, ich wei\u00df nicht, ob er da nicht doch ein falsches Bild seiner Freunde hat. Falls es aber stimmt &#8211; sollen sie lachen. Man kann ihnen nur w\u00fcnschen, dass die n\u00e4chste \u00f6sterreichische Regierung nicht FP\u00d6-gef\u00fchrt ist. das w\u00e4re dann f\u00fcr sie nicht mehr so lustig.<\/p>\n<p>Eines ist klar: ich h\u00e4tte das ganze auch sehr klein halten k\u00f6nnen, indem ich einfach keine weiteren Antworten verfasst h\u00e4tte. Aber ich muss zugeben, es juckte mich, dem Pack zu widerstehen. Und es ist ja nicht so, dass es nur Widerreden gegeben hat.<\/p>\n<blockquote><p>F4: Respekt, dass Du Dich dieser Diskussion hier stellst. Ich dachte auch, dass Homosexualit\u00e4t heutzutage in unserer modernen Gesellschaft kein gro\u00dfes Thema mehr ist, aber seit f\u00fcnf Minuten bin ich eines Besseren belehrt. Wenn Homosexuelle daf\u00fcr, dass sie auf solche Formulierungen hinweisen, in den Kommentaren schon derart heruntergeputzt werden, m\u00f6chte ich ja nicht wissen, wie &#8222;tolerant&#8220; Leute reagieren, wenn jemand sich wirklich auff\u00e4llig verh\u00e4lt. Das Recht, Witze zu machen, wird verteidigt, gleichzeitig wird Leuten untersagt, die Witze geschmacklos zu finden &#8211; unglaublich!<\/p>\n<p>M10: [&#8230;] &#8222;Warmer Bruder&#8220; ist eine Formulierung die tats\u00e4chlich antiquiert klingt, und der Satz ist sehr konstruiert. Ich finde ihn sinnentfremdet. Der verantwortliche Redakteur h\u00e4tte ihn einfach weglassen koennen, weil ohnehin zu viele Beispiele aufgezeigt worden sind. Eines aber ist der Satz in keinem Fall &#8211; witzig. Und wenn sich jemand beleidigt f\u00fchlt ist das zu respektieren und nicht mit d\u00fcmmlichen Kommentaren zu unterf\u00fcttern. Etwas mehr Diskussionskultur t\u00e4te da ganz gut&#8230;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Da hat er recht. Diskussionskultur ist leider zu einem raren Gut geworden. Und beim n\u00e4chsten Mal geht es hier wieder um Politik im allgemeinen. Nicht, dass nachher (au\u00dfer F2) noch mehr Leute glauben, ich w\u00fcrde <em>Homosexualit\u00e4t permanent betonen<\/em>&#8230;<\/p>\n<p>Es gr\u00fc\u00dft herzlich,<\/p>\n<p>Ihr JL7<\/p>\n<p><strong>Update<\/strong>: Ich hatte zeitgleich auch die ZEIT-Redaktion informiert und um L\u00f6schung des Artikels oder zumindest der beiden inkriminierten Zeilen gebeten. Ich erhielt folgende Antwort vom verantwortlichen Redakteur:<\/p>\n<blockquote><p>Lieber Herr Brennecke,<\/p>\n<p>ja, da haben Sie leider einen Punkt. Ich habe dieses Bild auf unserer Seite geteilt und nicht weiter \u00fcber die Bedeutung dieses Vergleichs nachgedacht. Entschuldigen Sie bitte, ich wollte mit diesem Repost definitiv nicht mit homophoben Klischees spielen. Ich bespreche das einmal in der Redaktion und melde mich dann, wie wir verfahren.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe,<\/p><\/blockquote>\n<p>Zwei Tage sp\u00e4ter meldete sich der Redakteur erneut; man hatte inzwischen den gesamten Eintrag samt Kommentaren von der facebook-Seite entfernt.<\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3663 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3663')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3663').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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