Pong

Vermutlich kennt es jeder: Pong, das 70er-Jahre-Teletennis auf dem Bildschirm. Entsprechende Konsolen fanden sich damals in vielen Haushalten – wir hatten seinerzeit auch eins, das zunächst der Renner war, dann aber irgendwann in der Ecke verstaubte und vermutlich still und leise entsorgt wurde. Das ganze basiert auf einem einzigen Chip, dem AY-3-8500, der von General Instruments hergestellt wurde und neben dem Teletennis noch ein paar andere Spielvarianten beinhaltet. Der Chip wird nicht mehr hergestellt, ist aber auf ebay noch gut vertreten.

Was liegt also näher als ein Pong auf einer Philips-Grundplatte? Die drei ICs rund um den Pong-Chip sind Beiwerk: ein 2x4fach-UND-Gatter 4072 erzeugt aus mehreren Teilsignalen das Videosignal, ein 4011 wird als 2-MHz-Taktgenerator benutzt, und ein 4017 sorgt zusammen mit vier Transistoren für die Spielauswahl auf Tastendruck. An die Ausgänge werden zwei Potentiometer angeschlossen – ich habe sie in 80er-Jahre-Handgehäuse eingebaut, damit die Sache wohnzimmertauglich und nostalgisch ausschaut. Und wie man auf den Bildern sehen kann, macht sich das Spiel vor dem großen Wohnzimmerfernseher recht gut.

Die Platine hat einen Standard-Video-Ausgang, sie kann daher auch als Bildgeber für die Philips-EE-Fernseher dienen – und natürlich auch für mein Farb-TV-Lab und das Bildgenerator-Modul für die Bildröhreneinheiten. Die Schaltung ließe sich vermutlich sogar komplett diskret aufbauen, davon habe ich letztlich abgesehen, weil der AY-3-8500 hochgradig gefährdet sein soll durch statische Elektrizität. Außerdem hat er einen sehr eingeschränkten Spannungsbereich von 6..7,5V, was auch nicht so richtig Philips-kompatibel ist.

Ein Video mit dem typischen Pong-Sound gibts natürlich auch – dort ist der Ball gerade in einer Deadlock-Situation zwischen den Schlägern gefangen.

Pong Bestückung  Pong Layout

Hinweis: die erste Version des Pong-Moduls enthielt einen Videoausgang mit falschen Pegeln. Das Signal wurde nicht auf jedem TV korrekt dargestellt. Die hier gezeigte Version berücksichtigt dies durch ein am Ausgang geändertes Widerstandsnetzwerk.

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