Reparaturhilfe für große Alu Cinema Displays (2. Update)

Ich hatte das Glück, kürzlich auf ebay ein Apple 30″- Cinema Display zu ersteigern. Es wurde als „defekt“ angeboten, ein Netzteil wurde nicht mitgeliefert.

Nun sind diese Monitore selten wirklich defekt. Es gibt ein paar Schwachstellen, eine davon ist das Netzteil*. Wenn es ausfällt, ist Ersatzbeschaffung von Originalteilen heute fast unmöglich, weil Apple diese Geräte nicht mehr unterstützt. Und falls man doch auf ein Angebot stößt, gelangt man preislich bereits in die Regionen günstiger komplett neuer Full-HD-Monitore.

Dabei ist die Lösung für dieses Problem sehr einfach. Die Monitore werden allesamt mit 24,5V betrieben – eine Spannung, für die man auf ebay keinen Ersatz findet. Runde 24V finden sich aber heute allenthalben, weil LED-Leuchten sich immer mehr durchsetzen. Es gibt sie auch im Hochleistungsbereich bis 150 Watt – genauso viel Leistung liefert auch das Original-Netzteile des 30″-Displays. Suchbegriffe für ebay sind „24V 150W Netzteil LED“ – dann findet man Geräte ab etwa 20 Euro aufwärts. Es handelt sich bei diesen geregelten Schaltnetzteilen durchweg um nutzbare Geräte; manche werden allerdings einfach mit Schraubklemmen mit dem Stromnetz verbunden, was nicht jedermann behagen mag.

Auf der Apple-Seite ist die Sache ebenso einfach, wenn man beherzt den vielpoligen Stromstecker abschneidet. Dann kommen nämlich lediglich drei Kabel zum Vorschein: ein schwarzes für Masse, ein rotes für +24V und ein graues, das bereits Generationen von Apple-Display-Nutzern in den Wahn getrieben haben wird. Mit diesem Draht stellen nämlich die Displays fest, ob das für sie vorgesehene Netzteil angeschlossen ist. Die Netzteile stellen diesem grauen Kabel eine Spannung zur Verfügung – und beim 150W-Netzteil bleibt der Draht einfach frei. Daher funktioniert der Ersatz des Netzteils für alle Apple Alu Cinema Displays  – man sollte lediglich sicherstellen, dass das Netzteil auch tatsächlich genug Leistung liefern kann (20″: 65W, 23″: 90W, 30″: 150W).

IMG_6419Pinbelegung Netzteil

Nach dem Anschluss der Kabel – man braucht natürlich auch noch ein Mini-Displayport-auf-Dual-HDMI-Kabel, um die volle Auflösung nutzen zu können – zeigte der Monitor ein sauberes Bild in höchster Auflösung. Allerdings blinkte die kleine weiße LED zweimal kurz, einmal lang: Das ist laut Apple ein Zeichen, dass etwas mit der Hintergrundbeleuchtung nicht stimmt. Und tatsächlich zeigte der Monitor oben ein dunkleres Bild, ein klares Zeichen dafür, dass einige der Hintergrundbeleuchtungsröhren ausgefallen waren.

Das ist nun ein Defekt, den nicht einmal Apple im Rahmen der Garantie reparierte – man tauschte einfach Displays gegen neue aus. In vielen Fällen ist die Hintergrundbeleuchtung auch ein sehr integraler Teil des Displays und nur mühsam zu erreichen – siehe dazu die LED-Umbauten, die ich bei einigen alten Displays durchgeführt habe.

Ab dem 23″-Gerät ist aber sowieso alles anders. Bis zu dieser Baugröße sind nämlich die Röhren seitlich an den oberen und unteren Rändern verbaut; das Licht muss also nach vorn umgelenkt werden. Bei den größeren ACDs findet sich hingegen eine Hintergrundbeleuchtung, die flächig ausgeführt ist und hinter dem Display sitzt.

Zunächst muss man das Gerät aber erst einmal öffnen. Es sieht äußerst verschlossen aus und besitzt keine einzige sichtbare Schraube. Es empfiehlt sich daher, erst einmal den Fuß abzuschrauben.

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Aus früheren Bastelstunden wusste ich, dass man die beiden weißen Seitenpaneele vorsichtig mit einem Spachtel ablösen kann. Dann gelangt man an zwei Metallschienen, die Vorder- und Hinterseite exakt in Form halten. Wenn man deren Schrauben löst und sie entfernt, springen die beiden Seiten schon einmal ein Stück auf.

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Die Unterseite wird durch zwei Klammern zusammengehalten, die man leicht ein Stück herausziehen kann, sofern der Monitor nicht unter Druck steht. Dann öffnet sich die Unterseite einen Spalt weit, und man kann in das Innere blicken. Der Spalt lässt sich so weit vergrößern, dass man das Display vorsichtig (Achtung, Kabel!) nach vorn herausziehen kann. Dazu muss man noch die Verbindung zum rechten weißen Seitenpaneel lösen (Schalter für Ein/Aus und Helligkeit) und ein kleines Kabel zur Einschalt-LED.

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Dann hat man den Monitor als ganzes entkernt vor sich. Nun wird als erstes der hintere Rahmen mit der Ansteuerelektronik entfernt; nur die Hochspannungsplatine und die Platine am Display bleiben eingebaut.

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Nun kann man den restlichen Teil Stück für Stück demontieren, beginnend mit der Abdeckung der Steuerplatine fürs Display und der Platine selbst. Vorsicht ist dabei beim Entfernen des Displaypanels geboten – die feinen, dünnen Kabel dürfen keiner Last ausgesetzt werden, sonst reißen sie. Danach entfernt man den Kunststoffrahmen, der die Licht-Diffusoren enthält. Dann kommen die Folien und eine weiße Kunststoffplatte – und schließlich liegen die Röhren der Hintergrundbeleuchtung frei vor dem Bastler.

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In meinem Fall war eine Röhre gebrochen und ein anderes Röhrenpaar (sie sind immer paarweise zusammengeschaltet) flackerte aus Altersgründen. Die Röhren wurden entfernt und dafür LED-Streifen (120 LED pro Meter) eingesetzt – pro Röhre jeweils einer, so dass zwei hintereinander geschaltete wiederum eine Betreibsspannung von 24 Volt hatten. Die Originalröhren habe ich ausgelötet und entfernt.

Hinweis: Weiter unten wird der Komplettumbau auf LED beschrieben.

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Nach einem ersten Test wird das ACD in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengebaut: Diffusoren – Kunststoffrahmen – Display-Panel – Metallrahmen – Steuerplatine mit Abdeckung – Metallrahmen mit Ansteuerelektronik. Und jeweils nicht vergessen, die Kabel wieder anzuschließen.

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Wo aber werden nun die LED-Leisten angeschlossen. Da sie beim Standby abschaltbar sein sollen, muss man hierzu ein paar elektronische Bauteile bemühen. Ein  Darlington-FET vom Typ BUZ11 und ein 1-kOhm-Widerstand genügen. Source kommt an Masse, Drain an die Masse der LEDs, die Plusleitung der LEDs kommt an +24V. Dazu sind auf der Platine bereits Lötpunkte vorhanden. Das Gate wird über den 1kOhm-Widerstand an Pin3 (von links gesehen) angelötet, denn dort liegt die Information an, ob das Display ein- oder ausgeschaltet sein soll.

Danach alles wieder ins Gehäuse einbauen, LED und Schalter wieder anstecken, Klammern verschließen, seitliche Bleche anbringen und verschrauben und die weißen Paneele wieder aufkleben.

  • Was geht damit? Nun, erstmal hat der Monitor überall wieder ausreichende Helligkeit. Auf den zweiten Blick sieht man wahrscheinlich, dass LEDs und Kaltkathodenröhren unterschiedliche Farbtemperaturen haben – das Licht der LEDs wird ein wenig blauer sein, womit alles etwas weißer wirkt. Daher denke ich nach der ersten Reparatur über einen Komplettumbau nach – das ist allerdings eine durchaus lichtintensive Sache, weil man dazu achtzehn Röhren auswechseln muss gegen etwa 12 Meter oder ca. 1400 LEDs. Wer es etwas heller mag, darf auch mehr verbauen. Immerhin sinkt dadurch die Leistungsaufnahme auf unter 100 Watt, der Monitor bleibt kühler und überlebt garantiert auch die nächsten zehn Jahre, wenn er nicht physisch zerstört wird. Gerade bei diesen Display empfiehlt sich ein Umbau bzw eine Reparatur durch LEDs.
  • Was  geht nicht: aufgrund der einfache Ansteuerung per Darlington-Transistor fehlt jede Möglichkeit der Helligkeitsregelung.
  • Schwierigkeitsgrad: Aufgrund der Größe des Monitors und seiner Versiegelung liegt der Grad auf einer Skala von 1-10 eher im oberen Bereich. Die Displaybeleuchtung hingegen ist einfacher zu erreichen als beim 20″-Gerät.

Wer Fragen hat, melde sich per Kommentar oder Kontaktadresse.

Update: Komplettumbau

Wie bereits zuvor formuliert, stören nach dem Umbau vor allem zwei Dinge:

  • LEDs und Kaltkathodenröhren haben unterschiedliche Farbtemperaturen
  • Das LED-Licht ist ein wenig streifig, weil die LEDs einen kleineren Abstrahlwinkel haben

Beides kann man lösen, indem man das Display komplett auf LED-Beleuchtung umbaut und gleichzeitig mehr LED-Streifen einbaut, als ursprünglich Röhren vorhanden waren. Ich habe für je zwei Röhren drei Streifen eingebaut, so dass nun etwa 1800 LEDs auf ihren Einsatz warten. Die LEDs sollten natürlich aus derselben Charge kommen.

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Nachdem dieser Umbau erledigt war, ging es an den Bau eines passenden LED-Konverters. 1800 LEDs benötigen etwa 5A Strom bei 24V, eine Kleinigkeit, die man nicht mehr einem einzelnen Schalttransistor überlassen darf. Also wurde eine kleine  Mikrocontroller-Schaltung auf Basis eines ATMega88 entworfen.

Aus dem Datenblatt des LCD-Panels (LM300W01 Rev 01) erfährt man die Daten des bisherigen Inverters: Er besitzt eine 24V-Stromversorgung und zwei Eingänge für Ein/Aus (2..5V, 0V) und die Helligkeit (0..3,3V dunkel bis hell). Ein Ausgang liefert eine Information über den Betriebszustand der Röhren. Ihn legt man einfach auf Masse, und alles ist gut.

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Der Mikrocontroller muss also eine Spannung zwischen 0 und 3,3V in Helligkeitsstufen umsetzen. „Dunkel“ bedeutet bei Monitoren üblicherweise nicht „schwarz“, sondern nur „schwach sichtbar“, so dass die PWM nie völlig ausgeschaltet ist. Um dabei das Netzteil gleichmäßig auszulasten, sollten die einzelnen Streifen nacheinander angesteuert werden. Auch sollte die Frequenz der PWM hoch genug gewählt werden, damit die Lastwechsel nicht im Netzteil hörbar werden – bei der eingebauten Standard-PWM des Mikrocontrollers pfeift es unangenehm bei ca 2kHz.

Ich habe daher Tabellen erstellt mit 16 Helligkeitsstufen, die sich auf vier Darlington-Transistoren verteilen und das Netzteil gleichmäßig belasten. Das bedeutet, dass im gedimmten Zustand immer ein paar LEDs leuchten, während andere abgeschaltet sind und das ganze so verteilt ist, dass der fließende Strom über die gesamte Periode in etwa derselbe bleibt. Die Frequenz wurde auf unhörbare 36 kHz festgelegt.

Die Endstufen bestehen aus Darlington-Feldeffekt-Transistoren vom Typ BUZ11. Diese kann man einfach über einen kleinen 1kOhm-Widerstand an den Mikrocontroller hängen, und lastseitig schalten sie die 1,25A locker. Sie werden auch nicht warm, da an ihnen keine Spannung abfällt.

Der Rest ist Mechanik. Die kleine Platine ist mittels Moosgummi und doppelseitigem Klebeband befestigt, die LED-Streifen sind zu jeweils 6 Stück an einen Transistor angeschlossen. Es empfiehlt sich aber, die LED-Streifen sehr exakt aufzubringen, da man ansonsten leichte Helligkeitsunterschiede erkennen kann. Im Zweifelsfall sollte man störende Abstandshalter aus der Halterung lösen und mit Klebstoff an anderer Stelle fixieren. Ebenso störend können sich später ablösende LED-Streifen sein – hier hilft Vorsorge durch großzügig aufgebrachten Tesafilm.

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Update 2: Nochmal ein Komplettumbau

Nach einigen Betriebsstunden stellte sich heraus, dass die Lichtverteilung nicht so gut gelungen war wie erhofft. Ich ersann daher ein anderes Konzept. Statt der Streifen mit 120 LEDs pro Meter verwende ich solche mit 60 LEDs pro Meter, die horizontal angebracht werden. Zusätzlich kommen aber noch vertikal verlaufende Streifen hinzu, deren LEDs jeweils im Kreuzungspunkt zwischen den anderen LEDs verlaufen, so dass längs und quer LEDs gleichverteilt über den ganzen Bildschirm sind.

Bildschirmfoto 2016-06-28 um 10.26.17

Man kann diese LED-Streifen durchaus untereinander verweben. Wenn dann ein Abstandhalter im Weg sein sollte, entfernt man ihn und fügt ihn mittels doppelseitigem Klebeband in einer der angrenzenden Lücken wieder hinzu. Man muss allerdings sehr präzise arbeiten und ggf. auch mit Klebestreifen nachhelfen, damit sich die LED-Streifen später nicht ablösen und die Ausleuchtung in etwa überall gleich bleibt.

Die Anzahl der LEDs bleibt dabei etwa gleich hoch, aber die Lichtverteilung ist ungleich besser.  Man kann dann auch eine oder zwei der vielen Diffusorfolien weglassen, weil die Lichtverteilung bereits ohne sie gut funktioniert. Das erhöht die Helligkeit, man braucht dann nicht voll aufzudrehen, was wiederum die Abwärme verringert, die bei knapp 1800 LEDs beim 30“-Gerät nicht gerade gering ist.

Hier kommt noch die PWM-Steuerung zum Download inklusive Schaltbild, Bestückungsplan, Platinenlayout und Code für den Mikrocontroller.

Es grüßt

JL7

* Eine andere Schwachstelle ist beim 23″-Display ein interner Spannungsregler LM1117-3.3, der so groß ist, dass man ihn mit normalen Lötkenntnissen noch tauschen kann. Beim 30″-Display ist es der LM2676 mit noch mehr Beinen, der aber offenbar genauso gerne ausfällt. Hier ist es besser, die Beinchen einzelne abzuschneiden, da man ihn im ganzen kaum entfernen können wird.

Beiden Ausfällen ist gemein, dass nach wie vor das Display korrekt als zweiter Monitor erkannt wird – denn für diese Erkennung liefert das DVI-Kabel eigenen Strom mit. Die grüne LED auf der Hauptplatine bleibt aber stets stumm, und am Ausgang der Spannungsregler kann man nichts Nennenswertes messen (es müssten 3,3V bzw. 5V sein), während die Eingangsspannung stabil bei 24,5V bleibt.

35 Kommentare zu Reparaturhilfe für große Alu Cinema Displays (2. Update)

  1. Oliver Brümmer sagt:

    Wo finde ich den (bei mir vermutlich defekten) internen Spannungswandler?

  2. wensen sagt:

    Servus,
    ich habe mir aufgrund deiner Anleitung folgendes Netzteil gekauft:
    http://www.led-saledos.de/netzteil-rs-150-24.html

    Nun bin ich überfragt (der Teil fehlt mir leider in der ansonsten super Beschreibung), wie ich das zum einen mit dem Display und zum anderen mit meiner Steckdose verbinde. 🙂
    Muss dazu schicken, bin Elektro-Laie, aber ein paar Drähte an die richtige Stelle befestigen kriege ich hin, wenn ich weiß welche Drähte wohin und welches Stromkabel ich brauche.
    Wär super, wenn du mir helfen kannst.

  3. JeanLuc7 sagt:

    Hallo,
    stimmt, die Pinbelegung am Netzteil fehlt in der Beschreibung; sie ist aber auf der Seite aufgedruckt. Ich nahm an, das wäre selbsterklärend. Ich habe oben nun ein kleines Bild eingefügt, das Licht in die Sache bringen sollte. Als Netzkabel nimmt man am besten ein Kaltgerätekabel für PC oder Monitore und schneidet den dreipoligen Stecker auf der Monitor/PC-Seite einfach ab.
    Grüße, JL7

  4. Andreas Keck sagt:

    Hallo, ich habe ein defektes apple cinema display 30″; das Netzteil ist intakt, die Bereitschaftsanzeige leuchtet, aber der Monitor ist komplett dunkel. Könnte es am Inverter liegen? Wie kann ich prüfen (bzw sicher gehen), ob es an diesem liegt? Den Monitor habe ich schon geöffnet. Wie hoch sollte die Ausgangsspannung an den Buchsen des Inverters sein? Den Inverter bekäme ich als Gebrauchtteil günstig über ebay. Vielen Dank schon mal für eine Einschätzung.

  5. JeanLuc7 sagt:

    Hallo Andreas,

    Nach meiner Erfahrung ist es eher unwahrscheinlich, dass der Inverter defekt ist. Der besteht aus 8 unabhängigen Einheiten, die allesamt recht unempfindlich sind. Aber möglich ist es natürlich. Ich hätte noch einen übrig…

    Wenn an der Invertersteuerung etwas falsch läuft, sollte übrigens ein Blink-Code an der Power-LED sichtbar werden:

    short, short, short The display is detecting wrong video format or an unsupported resolution.
    Verify that your equipment is compatible and restart the computer. If the issue continues, reset the PRAM.

    short, long, short Make sure you are using the correct power adapter with the display. This alert will only appear on displays
    built in 2004 or later which require an external power adapter.

    short, short, long The display is detecting a backlight error. Check your display’s power connections and restart the computer. If the problem continues, contact Apple or an Apple Authorized Service Provider.

    Wenn die weiße Power-LED dauerhaft leuchtet, ist das Display im Standby. Sie erlischt, wenn es eingeschaltet und aktiv ist.

    Der Inverter wird mit 24V betrieben, es gibt außerdem Steuerspannungen für Helligkeit und Ein/aus. Du findest per google „LM300W01“ das Datenblatt für das Panel, das offenbar komplett mit Inverter von LG/Philips angeboten wurde. Dort findest Du auch die Pinbelegung des Inverteranschlusses (CN3, Seite 11) und die jeweiligen Spannungen.

    Ich würde allerdings eher auf einen Fehler im Logic Board tippen. Wenn Du ein gültiges DVI-Signal anschließt – leuchtet dann die grüne LED auf dem Logic Board? Sie ist nicht zu übersehen, wenn sie an ist. Falls sie nicht brennt, solltest Du eher das Bauteil LM1117-3.3 anschauen. Das geht gerne einmal kaputt, es ist ein (tauschbarer) Spannungsregler mit 3,3V Output.

    Wenn Du Messungen ausführst, dann besser unter Last. Schließe an die Pins des Digitalmultimeters einen 10kOhm-Widerstand an, das genügt.

    Viel Erfolg!

  6. Andreas Keck sagt:

    Hallo Jean Luc, danke bis hierhin. Ich haben den Monitor ans Netzteil angeschlossen, ein MacBook über einen Adapter angeschlossen, dort wird der 2te Monitor erkannt. Es müsste ein DVI-Signal ankommen. Auf dem Logic Board ist keine leuchtende grüne LED zu sehen. Wo sollte sich denn das Bauteil LM1117-3.3 befinden? Das ist doch etwas Größeres, mit 3 Pins. Ist es irgendwo innen oder an der Rückseite des Logic Boards?
    Grüße,
    Andreas

  7. nichtdiebohne sagt:

    Hallo,

    ich bin einfach mal so frech und suche hier mittels Kommentar Hilfe. Ich bin auch stolzer eines 30“ Cinema Displays, leider tut sich da aber gerade gar nichts mehr. Es begann damit, dass der Bildschirm sich nach längerem Standby immer wieder an und ausschaltete. Dies lies sich durch Steckerziehen (am Netzteil) beheben. Nun aber bleibt er schwarz. Die StatusLED leuchtet ebenfalls nicht. Das Netzteil scheint aber in Ordnung zu sein (Bin nicht sonderlich versiert im Umgang mit dem Multimeter, 24,55V messe ich am Ausgang. Die Stromstärke konnte ich nicht messen…).
    Gibt es da eine Standardursache, die ich überprüfen sollte?
    Da du ja offensichtlich über einige Erfahrung mit diesem Gerät verfügst, wäre ich Dir für einen Rat dankbar.

  8. Sebastian sagt:

    Hallo JeanLuc7,

    zunächst mal vielen Dank für diese Anleitung. Hat mir beim Öffnen meines 23″ Cinema Displays sehr geholfen. Nun habe ich eine Frage, und ich würde mich sehr freuen wenn du mir da einen Rat geben könntest.

    Mein Display zeigt folgendes Verhalten: Das Netzteil an sich funktioniert, aber wenn ich es mit dem Display verbinde schaltet es ab (vermutlich Überlast). Wenn ich das Verbindungskabel zum Inverter-Board abstecke, dann kann ich den Monitor einschalten (Standby-LED bzw. grüne LED leuchtet). Daher tippe ich, dass das Inverter-Board defekt ist. Ich messe am Spannungs-Eingang des Inverter-Boards einen Widerstand von ca. 5 Ohm (+24V vs. GND), das kommt mir sehr niedrig vor. Weisst du, wie hoch der Wert bei einem funktionierenden Board sein sollte? Und hast du evtl. einen heißen Tipp, welches das schuldige Bauteil sein könnte?

    Vielen Dank und herzliche Grüße,
    Sebastian

  9. Uwe Fischer sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für die gute Anleitung.
    Ich versuche es auch mal per Kommentar eventuell noch Rettung für mein 30″ ACD zu bekommen.
    Folgendes Problem:
    Das Bild schaltet sich 2 Sekunden nach dem Einschalten wieder ab, die Hintergrundbeleuchtung geht aus, Signal auf dem Logic-Board ist vorhanden(grüne LED leuchtet). Blink-Code kurz-kurz-lang(‚detecting a backlight error‘). Nach betätigen des Einschaltsensors wieder Bild für 2 Sekunden, sehr gut ausgeleuchtetes fehlerfreies Bild.
    Das Logic-Board wurde schon getauscht, ich vermute ein Problem auf dem Inverter-Board, bin mir aber nicht sicher.

    Vielleicht hatte jemand schon mal das gleiche Fehlerbild und kann etwas zur Ursache/Fehlerbehebung sagen.

    Vielen Dank
    Uwe

  10. Roman sagt:

    Hi JeanLuc7,

    sehr coole Anleitung! Ich liebe meine Cinema HD 30 Monitore :), leider schwächelt der eine ein wenig :(. Vielleicht hast du auch einen Hinweis für mich welchem Teil ich mich zuwenden muss bzw woran das liegt ;)!

    Fehlerbeschreibung: (Model: A1083)
    Es tritt ein über die Zeit stärker werdendes Flimmern auf, zwar nur bei einer Auflösung von über 1280×800, jedoch wer will den Bildschirm mit solch einer geringen Auflösung benutzen :/.
    Bei dem Flimmern leuchten über den ganzen Bilschirm verteilt immer wieder irgendwelche Pixel für sekundenbruchteile rot/blau/grün. Helle Flächen auf dem Display sind weniger betroffen als Dunkle.
    Ein Video&Foto des Fehlers habe ich hier auf dropbox zur Verfügung gestellt.
    https://www.dropbox.com/sh/ek2yld89rdr66q4/AAD6XCbIEd_k6Ayx1amk3Woja?dl=0
    (sry für die miese Qualität – die Kamera von meinem iPhone muss ich auch schon wieder tauschen/putzen 😀
    __________________________________________________

    Ich hoffe sehr, dass vielleicht Irgendwer einen Tipp zu diesem Fehlerbild geben kann oder evtl bereits Erfahrungen dazu hat.
    Vielen Vielen Dank schonmal :)!
    Roman

  11. JeanLuc7 sagt:

    Es tritt ein über die Zeit stärker werdendes Flimmern auf. Es leuchten über den ganzen Bilschirm verteilt immer wieder irgendwelche Pixel für sekundenbruchteile rot/blau/grün. Helle Flächen auf dem Display sind weniger betroffen als Dunkle.

    Hm – ich schätze mal, du verwendest eine DVI-Verlängerung oder einen Adapter. Diese Farbblitzer sind ein typisches Zeichen einer schlechten DVI-Verbindung – der Monitor selbst ist völlig in Ordnung. Ich habe hier einen 23-Zöller Aryl-ACD mit ADC—Anschluss, der an einem selbstgebauten Adapter hängt, da sieht das ganz genauso aus. Und mein 30“ ACD, der an einem Apple-eigenen Dual-DVI-Displayport-Adapter hängt, zeigt das Verhalten ebenfalls – da ist einfach das Kabel zu lang und die Endstufe des Mac mini zu schwach.

    Die gute Nachricht also: Der Monitor ist ok. Die schlechte: Man kann da nur sehr wenig machen – einen anderen Adpater verwenden oder direkt an eine DVI-Buchse anschließen.

    Viele Grüße

    JL7

  12. JeanLuc7 sagt:

    Das Bild schaltet sich 2 Sekunden nach dem Einschalten wieder ab, die Hintergrundbeleuchtung geht aus, Signal auf dem Logic-Board ist vorhanden(grüne LED leuchtet). Blink-Code kurz-kurz-lang(‚detecting a backlight error‘). Nach betätigen des Einschaltsensors wieder Bild für 2 Sekunden, sehr gut ausgeleuchtetes fehlerfreies Bild.

    Klingt nach einem Fehler der Hintergrundbeleuchtung – wie es der Fehlercode ja bereits aussagt. Ich kenne das Verhalten nicht, aber vermutlich ist eine der Röhren am Ende ihrer Lebensdauer und zieht zuviel Strom. Auf einen Inverterfehler würde ich eher nicht tippen. Es sind immer mehrere Röhren mit einem Inverter-Transistor verbunden, und dann würden sichtbare Teile des Bildes ausfallen. Die Hintergrundbeleuchtung ist allerdings der am aufwändigsten zu ersetzende Teil des ganzen. Ich würde daher mal anfangen, die einzelnen Kabel, die zu den Röhren führen, bei offenem Gerät abzutrennen und Stück für Stück zuzuschalten. Vor jedem Einstecken den Monitorstromstecker ziehen. Dann sieht man recht schnell, welche Röhre das Problem verursacht.
    Grüße, JL7

  13. Roman sagt:

    Salut JL7 =),

    Cool danke für deine flinke Antwort 🙂 … Ich habe bereits sehr viel ausprobiert.
    (hab schnell nochmal alle Kabel raus und nochmal probiert … oh no noch mehr Chaos ;D wollte eigentlich aufräumen heute)
    Der Bildschirm an dem das Flimmern auftritt hatte ich sehr lange ohne Verlängerungskabel betrieben da war das flimmern aber auch da … jetzt hatte ich grad eins dran das ist richtig 😉 … jedoch habe ich die DVI Verlängerungen auch schon getauscht und an dem einen gehen beide Kabel an dem anderen keines …. sehr mysteriös jetzt gehts grad 🙂 DANKE für dein positives Zureden ich war schon kurz davor mir n neuen zu kaufen und den meinem Dad irgendwo ins Büro zu stellen ;D

    Wünsche einen super Tag =)
    Roman

  14. Thomas sagt:

    Hallo JL7,

    besten Dank für Deine ausführliche Anleitung. Bei mir hat’s heute morgen eines meiner zwei 23″ Cinemas erwischt: Dunkel, keine LED, wird aber noch vom Rechner als Display erkannt. Netzteiltausch mit dem anderen Display bringt nix. Ich vermute also den oben erwähnten Spannungsregler LM1117-3. Hast Du zufällig ein Foto von dem Regler oder weißt genau den Typ (Beinchen, Bauform)?

    Besten Dank für eine Antwort
    Thomas

  15. JeanLuc7 sagt:

    Salut Thomas,

    ich muss mal graben – irgendwo habe ich ein Bild davon, wo er eingebaut ist. Es handelt sich um einen Dreibeiner, den Du im Handel am ehesten im TO220-Gehäuse bekommst. Dieses Gehäuse passt rein. Achte darauf, dass es wirklich der 3,3V-Typ ist. Den LM1117 gibt es auch als 2,5V-Variante. Du brauchst den LM1117-3,3,

    Der Spannungsregler ist ziemlich fest verlötet. Alle mir bekannten Reparaturen liefen darauf hinaus, ihn irgendwie vom Board zu dremeln oder gleich ganz drin zu lassen und nur die Beinchen abzutrennen. Andererseits sind all diese Reparaturen erfolgreich gewesen. Viel Erfolg also!

    Grüße, JL7

  16. Thomas sagt:

    Hallo Frank,

    das Werk ist vollbracht, besten Dank nochmals. Allerdings mit Hindernissen; der Regler ist ungefähr viermal so groß, d. h. die Lösung ist nicht schön, aber selten. Habe ja zwei bestellt, den ersten eingelötet, nix gewesen. Wollte schon aufgeben, dann doch noch den zweiten probiert … es tut!

    Dir alles Gute
    Thomas

  17. Hekto sagt:

    Hola JL7,
    bin seit einigen Tagen stolzer Besitzer zweier 30″er und habe mich sofort, Dank deiner Beschreibung, an den Umbau gemacht. Soweit so gut… 😉
    Jetzt bin ich im Moment an den Recherchen zur PWM-Schaltung. Gibt’s irgendwo ne Belegung der Anschlussleitung die vom LCD-Panel kommen oder ne Schaltung deiner PCB? Hab so’ne PWM steuerung vor einiger Zeit mal per Arduino gemacht, aber das wäre wohl übertrieben.
    Gerne würde ich das auch über den Atmel machen und habe auch schon -zig Seiten durchforstet, bin aber nach einer Woche immer noch nicht schlauer.. :/
    Wäre super wenn du mir hier ein paar Tip’s geben könntest.

    Muchas gracias
    Thomas

  18. JeanLuc7 sagt:

    Salut und Glückwunsch!
    Ich habe Dir an Deine Mailadresse ein paar Dateien geschickt. Sofern sie stimmte, hast Du im Postfach die Platine samt Bestückung und den Sourcecode für die PWM.
    Grüße, JL7

  19. Hekto sagt:

    Hi JL7,
    Danke, ist angekommen. Das Wochenende ist gesichert! 😉

    Vielen Dank für die prompte Hilfe
    + ein wunderschönes WE.

  20. MAT-LEJ sagt:

    „…und ein graues, das bereits Generationen von Apple-Display-Nutzern in den Wahn getrieben haben wird. Mit diesem Draht stellen nämlich die Displays fest, ob das für sie vorgesehene Netzteil angeschlossen ist.“

    Hallo aus Leipzig,
    Ich habe ein CinemaDisplay BJ2011. Ein Zeitlang hatte es einen „Wackelkontakt“. Jetzt ist die Hintergrundbeleuchtung ganz ausgefallen. Laut Techniker liegt es wahrscheinlich an der „Platine/Controler“ … Ersatzkabel gibt es sowieso nicht mehr.

    Meinst Du, man könnte da noch etwas anderes probieren?

  21. JeanLuc7 sagt:

    Salut,
    ich fürchte, ich kann Dir da kaum helfen, da ich mich mit den neueren LED-ACDs nicht auskenne. Ein ausgefallenes Backlight ist sicher reparabel – es lohnt sich wahrscheinlich aber nicht, weil man heute bessere Monitore für weniger Geld bekommen kann.

  22. Larsluk sagt:

    Danke für diese hilfreiche Anleitung. Mein 23″-Netzteil war „ab Werk“ einschaltempfindlich und nun nach 8 Jahren ganz kaputt. Neues Laptop-Schaltnetzteil von ebay für €12,29, 2 x Stecker abschneiden, Lautsprecherstecker und -buchse als neue Steckverbindung aus der Bastellkiste – es funktioniert! Nochmals danke für Deine Doku-Mühe, JeanLuc7.

  23. Vitali sagt:

    Guten Abend,

    ich habe jetzt auch einen 23″ ACD zu Hause, der altersbedingt Backlight-Probleme hat.

    Kannst du mir bitte ein paar Tips geben (LED Bezeichnung, 3 LED-Stripes für 2 Röhren auch beim 23″?) zum Austausch der Leuchtstoffröhren gegen die LED-Stripes und den Schaltplan deines PCB?

    Dankeschön und Gruß
    Vitali

  24. JeanLuc7 sagt:

    Hallo,
    Ich habe die Anleitung aktualisiert und auch die benötigten Dateien für den Nachbau der PWM-Helligkeitsregelung zum Download zur Verfügung gestellt. Du findest unter „2. Update“ die momentane und wahrscheinlich letzte Baustufe der LED-Hintergrundbeleuchtung für diese Bildschirme.

  25. Postel sagt:

    Hallo,

    wäre der Umbau auf LED beim 23-Zoll-ACD wie beim 30er möglich, bzgl. der Ansteuerung der LEDs und der Controller-Schaltung?
    Mir wäre nämlich wichtig, dass die Einstellbarkeit der Helligkeit nicht verloren geht.

    Toll dokumentiert, vielen Dank dafür!

  26. JeanLuc7 sagt:

    Hallo,
    das 23er und das 30er ACD sind weitgehend identisch aufgebaut. Das 23er hat nur weniger Lampen und braucht daher weniger LEDs. Die Steuerung der Helligkeit funktioniert aber auf dieselbe Weise wie beim 30er, weshalb meine Schaltung auch beim 23er problemlos funktionieren sollte.
    Grüße, JL7

  27. Postel sagt:

    Hallo,

    ich nochmal. Mein ACD 23-Zoll ist farbstichig, und zwar violett/pink, mit einem stärker werdenden Farbverlauf zu den Rändern. Besonders unten und oben, das bemerkt man gut bei komplett weißem Bild oder beim verschieben von Fenstern.

    Kann man irgendwas dagegen machen?

  28. JeanLuc7 sagt:

    Hi,
    nein – da geht leider dann nichts mehr. Das ist ein Zeichen für Alterung des Panels. Bei den Alu-ACDs habe ich davon aber bisher noch nicht gehört – nur bei den Acryl-ACDs kenne ich diese Effekte. Die sind aber auch nochmal ein paar Jahre älter.

  29. Torsten Westermann sagt:

    Hallo JL7,

    welche Maße haben die CCFL-Röhren? Ich wollte mal schauen ob ich noch die Röhren noch irgendwo auftreiben kann.

    Vielen Dank und Grüße
    Torsten

  30. Kliffte sagt:

    Hi, mein Netzteil vom 30″ ist platt. Ich habe das Netzteil geöffnet und die Anschlüsse rausgelötet. Ich möchte ungern an meinen Kabeln rumschnibbeln.

    Nun meine Frage:
    Kann ich es so an ein „nicht Apple“ Netzteil anschließen oder muss das graue Kabel getrennt werden?

    Danke im Voraus!

  31. JeanLuc7 sagt:

    Hallo,

    mein Netzteil ist platt…

    so kann man es natürlich auch machen. Lassen Sie den grauen Draht einfach unberücksichtigt, und beschaffen Sie ein 24V-150Watt-Netzteil wie oben beschrieben. Rot an Plus, Schwarz an Minus – bzw. die Pins, die diese Anschlüsse auf Buchsenseite repräsentieren – ich habe die Netzteil-Buchse bisher nur von außen gesehen. Danach läuft wieder alles wie gewohnt.
    Grüße, JL7

  32. JeanLuc7 sagt:

    Hallo,

    Ich wollte mal schauen ob ich noch die Röhren noch irgendwo auftreiben kann.

    diese Röhren kann man nicht nachkaufen – ich bezweifle auch, dass sie noch produziert werden. Das Manual besagt, dass das Panel und die Hintergrundbeleuchtung samt Inverter ein komplettes Teil sind, das von LG in dieser Form vertrieben wurde. Falls Sie eine aus einem gebrauchten, defekten Gerät entnehmen – es müssen immer zwei sein, da sie miteinander verbunden sind.
    Grüße, JL7

  33. Kliffte sagt:

    Hi JL7,

    habe mir ein 24V-150Watt 6,2A Netzteil besorgt. Die Buchsen angeschlossen und tatataaaa….. ER LÄUFT wieder!!! 1000 Dank!!! Danke, danke, danke!!!

    LG
    Kliffte

  34. Axel Klotsch sagt:

    Hallo JL7,
    ich bin zufällig über die Suchmaschine auf Deine Seite gekommen (Thema Cinema Display). Wir hatten vor kurzen nach einem Blitzschlag in der Nähe den Ausfall eines Cinema Display 30″ (Steckerleiste war während des Gewitters ausgeschaltet). Beim Starten danach ging nichts mehr. Das Netzteil war es nicht (wir konnten das anhand eines 2. Cinema Displays/Netzteils checken). Durch Zufall ließ ich dann mal beim Anstecken USB und Firewire-Stecker weg – plötzlich ging der Monitor. Als Elektronik-Laie würde ich sagen, die Stromversorgung von USB- oder Firewire-Hub im Monitor (ist doch aktiv, oder?) hat eine Überspannung mitgekriegt, und irgendwie gibt es eine Art Kurzschluss, wenn der USB-Stecker angeschlossen ist. Hast Du hier irgendwelche Erfahrung oder Tipps, wie und was man hier tauschen sollte? Monitor läuft wie gesagt, aber die Hub-Funktion entfällt dann halt… schöner wär´s mit 😉
    Vielen Dank & viele Grüße
    Axel

  35. JeanLuc7 sagt:

    Salut Axel,
    zunächst einmal: Glück gehabt, dass das Display noch funktioniert. Es ist durchaus möglich, dass die Überspannung USB und/oder Firewire beschädigt hat. Das ACD steuert über USB auch die eigene Helligkeit und die Funktion des Schalters, insofern ist es natürlich doof, aber auch wieder zu verkraften, dass USB nicht funktioniert.

    Im 30″-ACD ist genug Platz für Ersatz; man kann einen kleinen aktiven Hub an die interne 5V-Leitung anschließen und die beiden Buchsen mit USB-Steckern daran anschließen. Dann funktioniert zwar die interne Steuerung trotzdem nicht, aber immerhin wäre der Hub wieder nutzbar. Firewire hat heute ohnehin kaum noch Bedeutung.

    Ich selbst würde aber allein deswegen das Display nicht öffnen, sondern das Geld und die Zeit lieber in einen externen USB3-Hub investieren, das ist wesentlich stressfreier. Tauschen kann man da leider nichts, FireWire- und USB-Hub (ja, beide aktiv) sitzen mit auf dem Logicboard, das man nicht als funktionierendes Einzelteil kaufen kann.

    Du könntest testweise das USB-Kabel des ACD einmal in ein USB-Netzteil stecken. Wenn danach das Display noch läuft, hat es die USB-Steuerchips erwischt. Wenn es ausgeht, ist irgendwas mit der Stromversorgung des USB-Teils defekt.

    Grüße, JL7

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