Verarbeitungsstufe für das FBAS-Eingangssignal

Das FBAS-Signal ist ein zusammengesetztes Signal. Es enthält die folgenden Komponenten:

  • Helligkeitssignal
  • Farbsignal (aufmoduliert auf einen unterdrückten Träger bei 4,43 MHz)
  • horizontales Synchronsignal, bestehend aus vorderer und hinterer Schwarzschulter und den eigentlichen Synchronimpulsen
  • vertikales Synchronsignal, bestehend aus vorderer und hinterer Schwarzschulter und den eigentlichen Synchronimpulsen
  • Je nach Quelle zusätzliche Daten wie 16:9-Info, Videotext, …

Aufgrund der Mischung von Videosignal und Farbträger hat das FBAS einen  schlechten Ruf. Der Farbträger muss erst aufwendig aus dem Signal extrahiert werden, und dann müssen aus den zwei Signalen für Helligkeit und Farbe auch noch drei gewonnen werden, damit die Farben Rot, Grün und Blau korrekt angesprochen werden können. Das führt zu hässlichen Farbsäumen – deshalb haben sich im analogen Bereich die besseren Signale S-Video (mit getrenntem Farbträger) und RGB oder Component-Video (mit getrennter Übertragung aller drei Farben) durchgesetzt – bis die digitale Übertragung per HDMI auch diese Signale in den Ruhezustand schickte. Das FBAS (engl CVBS: Color Video Blanking Signal) gilt aber nach wie vor als Minimalstandard – jedes Gerät mit analogem Videoausgang unterstützt zumindest dieses Format.

Die Hauptaufgabe der FBAS-Verarbeitungsstufe ist die Abspaltung der horizontalen und vertikalen Sync-Signale aus dem Videosignal. Im 6105 wird dazu das Videosignal dem TV-Baustein TBA920 zugeführt, der die benötigten Komponenten für PAL-Signale bereits beinhaltet. Er kann noch weit mehr als das, aber seine weiteren Fähigkeiten bleiben im  6105 unberücksichtigt.

Schaltplan BRE-Modul

Da hier aber einerseits eine Schaltung entstehen sollte, die beide Bildröhreneinheiten (6105 und EE2007) gleichermaßen bedienen kann und andererseits die Schaltung im 6105 leider nicht mit normalen FBAS-Signalen klar kommt und zudem auch der TBA920 heute kein einfach zu bekommendes Standardbauteil mehr ist, wurde eine Alternative gefunden in Form des 8-Pin-ICs LM1881. Der LM1881 ist eine Art Universalschaltung für FBAS – man führt das FBAS-Signal und die Versoirgungsspannung zu und erhält alle benötigten Signale an den verbleibenden Pins des ICs. Dies sind

  • Composite Sync Output: Synchronimpulse ohne Videosignal
  • Vertical Sync Output: nur Bildsynchronimpulse
  • Burst/Back Porch Output: Austastsignal
  • Odd/Even Output: Anzeige, ob gerade das erste (odd) oder zweite (even) Halbbild ausgegeben wird

In der hier vorgestellten Schaltung bleiben die Signalausgänge für Burst und Odd/Even unberücksichtigt; nur die Sync-Signale werden weiterverarbeitet. Im Schaltbild ist dies auf der linken oberen Seite gezeigt.

Verarbeitung Eingangssignale

Das FBAS-Videosignal wird der Video-Endstufe unbearbeitet zugeführt. Es enthält also noch alle Synchronimpulse. Die Bildqualität beeinflusst dies nicht.

Die Bilder zeigen die Bildqualität beim Anschluss einer Videoquelle (DVD mit Testbild) und dem Pong-Modul.

Testbild FBAS   Pong

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