UKW-Radio mit RDS-Decoder

RDS steht für Radio Data System und überträgt Zusatzinformationen zum aktuellen Sender wie beispielsweise die Senderkennung, alternative Frequenzen, den Typ des Radioprogramms und Verkehrsinfos.

Das verwendete UKW-Modul findet sich bereits an anderer Stelle dokumentiert. Es besteht aus dem UKW-Chip TDA7021 und dem Stereodecoder TDA7040. Allerdings habe ich zwei zusätzliche Anzapfungen vorgenommen, damit ich an das Multiplexsignal und eine Anzeige für den Stereoempfang herankomme. Das Multiplexsignal enthält noch beide Stereokanäle und alle Zusatzsignale – wie eben auch das RDS-Signal, das auf einem Träger von 57 kHz ausgestrahlt wird. Es wird über ein Kabel dem RDS-Decoderbaustein TDA7330 zugeführt. Dieser Baustein übernimmt die komplette Decodierung; er benötigt allerdings einen kleinen Vorverstärker, damit das Multiplexsignal auch sauber erkannt wird. Alles zusammen findet Platz auf einer kleinen Modulplatine.

Von da aus wird es digital: der Baustein hat zwei Ausgänge, von denen der eine ein Taktsignal mit etwa 1,187 KHz liefert und der andere dazu passend die Daten. Diese beiden Signale sind an den AVRnet6440 mit dem ATMega644-Mikrocontroller angeschlossen, der die eigentliche Decodierarbeit übernimmt und das Ergebnis auf seiner LCD-Matrixanzeige darstellt. Das Programm ist noch nicht ganz fehlerfrei (Stand 24.06.2012); es hat noch Mängel bei der Textdecodierung, wie man auf einem der Bilder in der zweiten Zeile der Matrixanzeige gut erkennen kann. Die LEDs unterhalb sind „Debug-Ausgaben“ – sie zeigen an, welche RDS-Anteile empfangen wurden.

Die beiden Stereokanäle des UKW-Moduls werden zwei Endverstärkern auf Basis des TBA820M zugeführt, wie er in vielen Schaltungen der ABC-Serie zum Einsatz kommt. Davon sieht man allerdings nichts – Verstärker und Stereo-Lautstärkeregelung sind ebenso wie zwei Lautsprecher in einem neuen Schaltpult eingebaut – dem Stereo-Lab. Deshalb sind die Ausgänge des Stereo-Moduls unten rechts zum Schaltpult geführt, wo sich die Verstärkereingänge befinden. Grundsätzlich können die Verstärker zusammen mit einem externen Lautsprecher aber auch in ein B-Pult eingebaut werden.

Die Stereoanzeige wird gebildet durch einen Schmitt-Trigger, der über ein Kabel mit dem Stereo-Modul verbunden ist. Er schaltet bei etwa 0,55V und weniger durch – dann liegt ein Stereosignal vor. Das Messwerk ist über einen Vorwiderstand und eine in Sperrrichtung angeschlossene Z-Diode (5.1 Volt) angeschlossen. Damit wird erreicht, dass es sich bei fehlendem Empfang weitgehend im Ruhezustand befindet und Ausschläge nur entsprechend der Sendequalität zeigt.

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